Das Brötchen im Wandel der Zeit

Vorgestern

Mein Urgroßvater fährt das Getreide mit Pferd und Wagen zur Windmühle nach Stommeln. (3 km). Das Pferd frisst Heu (gibt es auf dem Hof), die Windmühle braucht Wind (gibt es hinterm Haus). Der Müller bringt das Mehl mit dem Pferd zu Bäckern in Stommeln und Umgebung. Außerdem verkauft er Mehl an Hausfrauen, die davon Brot backen. In seinem Betrieb hilft der Sohn mit, der Lehrling bekommt Kost und Logis und ein Taschengeld. Der Bäcker backt Brot und verkauft es. In seinem Betrieb hilft der Sohn mit, der Lehrling bekommt Kost und Logis und ein Taschengeld. Auch der Handwerker im Ort backt sein Brot im Holzofen selbst. Das Holz holt er aus dem Wald. Jeder handelt mit jedem einen fairen Preis für sein Produkt aus.

Kein Mensch redet vom Brötchenpreis.

Gestern

Mein Vater fährt das Getreide mit dem Traktor (braucht Diesel) zum Landhändler im Ort. Der fährt das Mehl zur Mühle nach Neuss.(20 km) Die Mühle wird mit Strom (RWE) betrieben und hat etwa 20 Mitarbeiter. Die Mühle packt das Mehl in Kleinpackungen und liefert es mit LKW an Dorfläden und einige Handelsketten rund um Neuss. Von den Läden gelangt es in die Haushalte, die davon Brot backen. Außerdem wird Sackware mit dem LKW an einen Händler geliefert., der die Bäckereien bedient. Vom Händler wird es mit dem LKW zu den Bäckereien gefahren, die davon in modernen Elektro-Backöfen Brotbacken.

Der Handwerker im Ort verdient in der Stunde 12 DM. 
Das Brötchen kostet 10 Pfennig. 
Von einem Stundenlohn kann er 120 Brötchen kaufen. 
Für 100 kg Weizen bekommt mein Vater 48 DM. 
Davon kann er 480 Brötchen kaufen.

Jeder hat sein Auskommen und ist zufrieden.

Heute

Ich fahre das Getreide mit dem Traktor zum Landhandels-Unternehmen, das nicht mehr im Ort sondern 5 km entfernt liegt. Den Landhändler im Ort gibt es nicht mehr.
Das Landhandels-Unternehmen hat 30 Mitarbeiter, wovon einer als Betriebsrat nur ca. 50% produktiv mitarbeitet. Bei der Anlieferung wird eine Probe genommen, die auf Qualitätsmerkmale und Rückstände untersucht wird. Die Probe wird zu einem speziellen Labor gefahren, das 5 Mitarbeiter und eine tolle technische Ausrüstung hat, mit der man einen Zuckerwürfel im Bodensee analysieren kann. Das Landhandelsunternehmen hat 5 eigene LKW, die das Getreide zur Großmühle nach Duisburg (60 km) fährt. Die Mühle in Neuss gibt es nicht mehr.


Die Mühle in Duisburg hat 120 Mitarbeiter und einen Betriebsratsvorsitzenden, der freigestellt ist. Die Mühle hat eine hochmoderne Einrichtung und ein eigenes Betriebslabor mit drei Angestellten, wovon die Leiterin Ernährungswissenschaft studiert hat. Dort wird das Getreide und das Mehl genauestens untersucht. Leider entspricht mein Getreide nicht ganz den Anforderungen der Mühle, den es hat nur einen Eiweißgehalt von 12,3 %. Man braucht Weizen mit 12,5% Eiweiß. Es wird mir mitgeteilt, daß man meinen Weizen leider nur als Mischweizen nutzen kann und man daher einen Preisabschlag machen muß. Da man in Frankreich Weizen mit 12,8% Eiweiß zum gleichen Preis wie meinen Weizen kaufen kann, wenn er 12,5% Eiweiß gehabt hätte, wird der französischen Händler angerufen, der französischen Weizen nach Duisburg bringt (400 km). Die Mühle mischt beide Weizen und kommt auf 12,5% Eiweiß. Meistens jedenfalls. Ein bißchen Schwund ist immer, das ist in der Kalkulation schon drin !

Die hochmoderne Großmühle nimmt das Mehl auf´s Lager und bringt es dann mit eigenen Silozügen zu den Großbäckereien in der Umgebung. Da es nur noch wenige Großmühlen gibt, ist der Wettbewerb sehr scharf. In Oldenburg trifft man auf den Konkurrenten aus Hamburg, der allerdings eine etwas günstigere Fracht hat. Deshalb muß man beim Mehlpreis etwas nachgeben, um im Geschäft zu bleiben. Ein bißchen Schwund ist immer, das ist in der Kalkulation schon drin !

Jetzt ist mein Getreide aus Rommerskirchen in Oldenburg beim Großbäcker angekommen. Dort geht es ins Lager. Der Großbäcker hat 250 Angestellte, davon 30 in der Verwaltung. Die meisten sind in der Gewerkschaft. Der Großbäcker unterhält eine eigene LKW-Flotte, die mit GPS von der eigenen Logistikabteilung gesteuert wird. Der Großbäcker liefert auf das Zentrallager von Aldi. Das liegt in Hannover und bedient Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. Aldi unterhält eine eigene LKW-Flotte, die mit GPS von der eigenen Logistikabteilung gesteuert wird. Trotzdem kommt es vor, daß einmal die Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wird und ein Teil der Brötchen nicht verkauft werden darf. Ein bißchen Schwund ist immer, das ist in der Kalkulation schon drin !

Der LKW von Aldi ist pünktlich morgens um 5.45 Uhr in der Filiale in Berlin, wo um 9.00 meine Schwester 10 Brötchen kauft, die auf meinem Hof gewachsen sind. Die 10 Brötchen sind im Angebot, da muß man zugreifen. Leider sind es dann doch zuviel, drei Brötchen werden hart. Ein bißchen Schwund ist immer.

Der Handwerker im Ort verdient in der Stunde 60 €.

Das Brötchen kostet 0,30 €.

Davon kann er 200 Brötchen kaufen, 80 mehr wie früher.

Und da soll mal einer sagen, die Brötchen wären teurer geworden !!!

 

Ach, übrigens: Ich bekomme für 100 kg Weizen 16,00 €.

Davon kann ich 53 Brötchen kaufen. Das sind 427 weniger als mein Vater.

Alle anderen sind zufrieden, denn ihre Kalkulation geht auf.

Euer Bauer Willi
(Aufrufe 6.720 gesamt, 3 heute)

16 Kommentare

  1. Die Beschreibung der Abläufe stimmt - nur die Schlussfolgerungen nicht.

    Wer sich ein wenig mit der Entwicklung beschäftigt hat, der weiss dass auch in den hier als “gestern” und “vorgestern” beschriebenen Szenarien die Beschreibung “Keiner redet über den Brötchenpreis” und “Jeder hat sein Auskommen und ist zufrieden” weit weg waren von der Realität.

  2. Das Gegenmodell:

    Ich baue auf 900 Meter im Südschwarzwald Dinkel an, Weizen wächst in der Höhe schon mal gar nicht. Ich habe auch einen Traktor, doch mache Minimal-Landwirtschaft oder Low-Input, man könnte auch sagen, ich bin gerne faul.

    Das heisst, es wird gesät und einmal gestriegelt, sonst nichts! Keine Stoppelbarbeitung, kein Pflanzenschutz, kein zugekaufter Dünger. Vor dem Säen stand auf dem Acker mehrjährig Kleegras, das musste kurz vor der Saat gepflügt werden und mechanisch geeggt und liefert genug Stickstoff für den Dinkel.

    Der Landmaschinentechniker im Nachbarort hat einen kleinen Mähdrescher und drischt für mich im Lohn, der Dinkel wird über eine fast 100 Jahre alte Saatgutreinigung Petkus Stahl 10, gekauft für 200 Euro geputzt und komm ins Trevirasilo (gut wegen Durchlüftung).

    Nach jahrelangem Suchen konnte ich einen gebrauchten Dinkelschäler kaufen, 5000 Euro! aber lohnt sich, vorher musste ich einfach 40 km zum Lohnschälen fahren.

    Nach Bedarf schäle ich Dinkel frisch und mahle ihn in der eigenen Hofmühle (auch gebraucht gekauft) und backe in in Steinbacköfen (Elektrisch, aber Strom macht meine PV Anlage auf dem Dach 3 mal soviel, wie der ganze Hof braucht - Co2 Bilanz!)

    Das Brot verkaufe ich an ein Biohotel, an einen Raiffeisen Genossenschaftsmarkt, einen Bioladen und auf dem Wochenmarkt.

    Ein Bio-Dinkelvollkornbrot mit 500 gr kostet bei mir 3 Euro, genausoviel wie beim Bäcker in der Stadt ein konv. Dinkelbrot (er nennt es Hildegard-Brot) welches er aus einer Fertigmehlmischung seiner Bäckergenossenschaft (Bäko) “zaubert”.

    Das Brot enthält 330 gr Dinkel, für ein kg Dinkel bekomme ich 10 Euro, für 100 kg sind das 1000 Euro, nicht 16 Euro wie Bauer Willi, der teures Saatgut braucht (ich säe immer wieder meinen eigenen Dinkel), der Pflanzenschutz und mineralischen Dünger nicht nur kaufen, sondern auch ausbringen muss.

    Meine Dinkelerträge sind nicht viel schlechter, als die eines konv. Kollegen im Nachbarort. Wir sind hier oben sowieso die einzigen, die überhaupt was für Menschen direkt essbares anbauen. Das meiste ist auch hier oben Mais und der wandert in gefrässige Bioanlagen und versorgt Menschen mit Strom, den brauchen sie auch, denn in den Gefriertruhen liegt das BoFrost Zeugs, dass ihnen ins Haus geliefert wird.

  3. Ich kann die Darlegung von Bauer Willi zu den Brötchen voll unterschreiben!

    Das Marktprinzip ist durch Angebot und Nachfrage geprägt und auf der Strecke bleibt eindeutig der Erzeuger - nicht der Handel!

    Neben dem “anderen” Weizen aus Frankreich (auch aus Kanada) ist auch der Geschmack vieler Brötchen auf der Strecke geblieben. Die heutigen Brötchen sind oftmals reine Luftnummern, weil sie aus gut treibendem A 1-Weizen hergestellt werden (gut für den Bäcker und den Verkauf)…Das ist nicht MEHR Essqualität sondern WENIGER!

  4. Der Handwerker im Ort verdient in der Stunde 60 €.

    Das Brötchen kostet 0,30 €.

    Davon kann er 200 Brötchen kaufen, 80 mehr wie früher.

    Und da soll mal einer sagen, die Brötchen wären teurer geworden !!!

    Was für ein Quatsch! Der Handwerker mag durchaus 60€ verdienen - nur - er bekommt sie nicht. Mag sein, dass sein Chef dem Verbraucher 60€ in Rechnung stellt, aber davon hat der Handwerker deutlich weniger, denn der Chef will leben, er hat Werkzeuge und Geräte, die angeschafft und abgeschrieben werden, es sind Steuern und Versicherungsbeiträge zu zahlen - also bitte nicht solche polemischen Milchmädchenrechnungen. Wenn der Handwerker Glück hat bekommt er 15 - 16 E brutto, in Rechnug gestellt werden 60€ eher selten, 40 - 50€ sind realistischer.
    Natürlich sind Brötchen teurer als in den 60ern oder 70ern, vieles andere auch, anderes ist viel billiger, nicht in der Preis ist niedriger, die Qualität ist schier unterirdisch (Kleidung z.B.), es ist völlig wurscht die hoch der Preis ind Mark und Pfennig bzw. in Euro und Cent ist, wichtig ist wie lange man für ein Produklt oder eine Leistung heute arbeiten muss.
    Ich kaufe kein Brot (fast keins) und schon gar keine Brötchen, sondern Mehl (das Angebot ist so vielfältig) und backe Brot, fast den ganzen Bedarf.
    Über die Preise von landwirtschaftlichen Produktenwill ich nichts sagen, ich kaufe, was ich brauche und will, möglichst nicht aus Übersee herbeigeflogen sondern möglichst aus Europa, Orangen wachsen nun mal nicht in Deutschland, Kartoffeln schon, sogar hier in der Gegend, Tomaten gibt es jetzt auch nicht, egal welche die Bedingungen sie um diese Jahreszeit zu beschaffen sind (für mich) nicht vertretbar.
    Zum Getreidepreis kann ich nichts sagen. aufgefallen sind mir nur die Veränderuen bei Milchprodukten. Die Preise stiegen und stiegen, dann war in der Presse zu lesen, dass nach China und Russland extortiert wird und dort höhere Preise zu erzielen sind - nun sind die Preise gesunken. Weil mehr Milöchrinder angeschafft worden sind? Weil der Markt in russland weggebrochen ist? Warum auch immer, das ist mir letzlich wurscht, wenn die Preise hoch sind muss ich halt viel bezahlen, sind sie niedrig weniger - so funktioniert Kapitalismus.
    Warum sind für Sie eigentlich Gewerkschaften so bemerkenswert?????

  5. Sehr einseitiger Bericht, der sich auf die Anprangerung des Systems konzentriert. So funktioniert die aktuelle Wirtschaft nun mal, höher Produktionsmegen führt nun mal zu sinkenden Preisen. Dies ist in allen Wirtschaftsbereichen so und nicht lediglich in der Landwirtschaft. Zusätzlich ist für mich schleierhaft, was mit der Anprangerung von Betriebsräten erreicht werden.

    • Sehr geehrter Herr Schmidt,
      natürlich ist der Bericht einseitig. Es ist meine Seite, die ich beschreibe. Ohne Wertung.
      Konsequenz Ihres Beitrages: Lass mich mit deinem Sch… in Ruhe. Soll doch jeder sehen wo er bleibt. Da dieses Forum Dialog zwischen Landwirten und Verbrauchern ermöglichen soll bin ich Ihnen auch für diesen Beitrag dankbar.
      Bauer Willi

  6. Ich stimme voll zu. Ich arbeite bei einem Bäcker als Verkäuferin und muss mir dauernd anhören, wie teuer die Brötchen bei uns sind (0,30€ die billigsten und ja, wir backen noch selbst). Da gehen die Kunden doch lieber gleich in den Supermarkt, weil sie dort die Brötchen billiger bekommen. Warum? Sie werden jeden Morgen von einem großen LKW einer hier bekannten Großbäckerei - mit “H” beginnend und auf “Y” endend - in großen Pappkartons in den Laden gekarrt. Inhalt der Kartons: in Folientüten abgepackte, vorgebackene Brötchen, die die Verkäuferinnen im Laden nur noch fertig backen müssen. Was nicht gebraucht wird, lagert im Kühlhaus. Wie lange wohl? Auf den Kartons ein MHD, da wird mir schlecht.
    Unsere Brötchen werden auch per LKW zu mir in die Filiale gekarrt, aber als roher Teigling. Meine Aufgabe also, 2 Stunden vor Ladenbeginn, die Brötchen in die Gare schieben und danach backen. Ich kann nicht in Mengen backen, denn die Kunden wollen warme Brötchen, außerdem will ich frische Brötchen verkaufen. Das ich dafür viele Stunden für umsonst im Laden stehe, sehen die Kunden nicht, sie wollen billig und warm und wehe, sie sind gerade ausgekühlt. Seit Januar bekommen wir übrigens Mindestlohn, was sich auch auf unsere Preise auswirkte. Immerhin 3 Euro mehr. Verständis der Kunden? Kaum. Sollen uns unsere Chefs doch mehr bezahlen und nicht in die eigene Tasche wirtschaften. Wenn ich sowas höre, geht mir der Hut hoch

    • Hallo Trixi
      Frag doch mal Deinen Chef, was er von 20 Jahren pro Stunde bezahlt hat und was damals 1 Brötchen gekostet hat. Also wie viele Brötchen konnte sich damals eine Bäckereifachverkäuferin von einem Stundenlohn kaufen. Wie sieht das heute aus? Freue mich auf Deine Antwort
      Bauer Willi

  7. Zwei Fragen habe ich. 1. Wie viele Kilo, Zentner, DZ, Tonnen erntete Ihr Vater pro Hektar, wie viel heute Sie? 2. Ist unter Berücksichtigung der Ertragsunterschiede der Weizenpreis gesunken, gestiegen oder gleich geblieben?

    • Ich verstehe die Frage nicht. Mein Vater hat für 100 kg 48.00 DM bekommen, ich bekomme zur Zeit 16.00 €. Das ist doch weniger, oder? Entscheiden ist doch die Kaufkraft. Was kann ich im Gegenzug zu den 100 kg verkauftem Weizen mir heute davon kaufen. Und das Beispiel ist ja im Artikel genannt. Deutlich weniger. Die Erträge sind gestiegen, die Erlöse gesunken, die Kosten gestiegen. Das ist fast ein Nullsummenspiel. O.k? Wenn nicht, nochmal fragen.
      Bauer Willi

      • Ich verstehe die Frage, denn der Vergleich stimmt nicht:
        Der Preis für die Handwerkerstunde ist nicht das Produkt, was er verkauft. Ein Töpfer zum Beispiel verkauft Töpfe und es ist die Frage, wie viele Töpfe er pro Stunde erschaffen kann. Der Haarschnitt wird auch immer billiger.
        Der Landwirt ist nun mal ein Erzeuger und seine Produktivität ist in den letzten Generationen auch gewaltig gestiegen, also hat er auch mehr Weizen pro Hektar und muss pro DZ auch wenige schuften. Das weiß Bauer Willi aber genauso gut wie ich, schließlich ist der Bauer schlau. Nun werde er mal nicht zum Gebrauchtwagenhänder, nur weil er bei seiner Bauernschläue erwischt wird.

  8. Lieber Siegbert
    Gratulation! Ein sehr guter Beleg dafür, dass Spezialprodukte (Einkorn) gefragt sind und der Direktverkauf lohnt. Du setzt Deine Träume in die Realität um und hast was bewegt.

  9. Ich habe meinen Grannenweizen eine Demetersorte und mein Einkorn in eine Mühle ca. 40km weit entfernt gefahren,ich habe mein Getreide nicht gespritzt bin kein Biobauer ,habe mir erst einen, dann noch einen Bäcker gesucht die mein Mehl kaufen und Brot daraus backen sie sind begeistert und möchten auch in Zukunt mit mir arbeiten,ich bin ihr Bauer .Ich bekomme für das Einkornmehl 3Euro das Kilo und für das Weizenmehl 1Euro pro Kilo,einen Teil des Mehls verkaufe ich in unserem Hofladen,in naher Zukunft möchte ich vom einen Bäcker ein Kartoffelbrot backen lassen das ich auch im Hofladen verkaufe,das ist erst der Anfang,kommt und fangt an mit euren Wünschen und Träumen,jeder kann etwas bewegen wenn er will.

  10. Da können wir doch froh über die Entwicklung sein! Die Pferde werden nicht mehr vorm Pflug gequält und dürfen nach Lust und Laune über Hindernisse springen oder lustige Figuren auf dem Dressourplatz hinlegen. Die vielen Gewerkschaftsmitglieder sorgen dafür, dass die Arbeit hier nicht zu viel wird und in Billig-Lohn-Ländern das geschaffen wird, was hier keiner machen will. Die Labortechnik sorgt dafür, dass genug Mischweizen die Kalkulation passend macht und keine Schadstoffe enthalten sind, die kommen jetzt schließlich schon durch die Luft. Soviel Brötchen wie unsere Väter können wir zwar nicht mehr kaufen, aber dafür haben die Backwaren nach ihrer langen Reise schon was von der Welt gesehen. Okay – Sarkasmus aus – Gehirn ein – was können wir tun? Vielleicht wieder etwas mehr gemeinsame Macht am Markt aufbauen und unsere neu gewonnene Kraft nutzen? Verbinden wir uns, um zu verbünden. Ich bin dabei!

    • Hallo Joachim
      Verbinden wir uns, um zu verbünden. Tja, aber wie? Unseren Verbänden fällt ja auch nicht mehr ein als zu jammern. Ich sehe das Hauptproblem in der Konzentration der Einkaufsseite. Gegen die Metro´s, Aldi´s, Rewe´s oder Carrefour´s dieser Welt haben wir erschreckend wenig entgegenzusetzen. Wie wollen wir organisieren, dass niemand einen Vorkontrakt Weizen für 2015 unter 18 €/dt abschließt (und sich auch daran hält!)? Und dass müsste europaweit geschehen, wenn wir nicht von unseren Nachbarn unterboten werden wollen. Vorschläge erwünscht! (Ich denke da schon länger drüber nach)
      Willi

      • Hallo Willi,

        ich schlage vor, sämtliche Subventionen Weltweit abzuschaffen, dann kann niemand mehr so billig Produzieren und der Bürokratieaufwand wir erheblich vermindert.

        Gruß

        Rainer

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