Familie Windhorst aus Holte im Landkreis Nienburg

wir sind Familie Windhorst und kommen aus Holte im Landkreis Nienburg (Niedersachsen).

Wir bauen auf unseren landwirtschaftlichen Flächen Weihnachtsbäume und Kirschen an.

Unsere Weihnachtsbäume vermarkten wir zu 100% auf unserem Hof - entweder direkt an Familien oder an Wiederverkäufer wie z.B. Gärtnereien.

Auf unserem Hof können Sie neben unseren Weihnachtsbäumen auch noch kleine selbstgemachte Geschenke kaufen, eine Kleinigkeit Essen und/oder trinken. So wird der Weihnachtsbaumkauf zu einem kleinen Event.

Wir wünschen allen frohe Weihnachten und im Sommer berichten wir über unseren Kirschanbau!


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Wenn der Landwirt der Weihnachts(baum)mann ist

Hallo, mein Name ist Manfred Hurtz. Meinen Ackerbaubetrieb habe ich hier schon einmal vorgestellt. Im Moment hat der jedoch Winterpause. Dafür hält uns momentan noch der Verkauf von Weihnachtsbäumen in Atem. 15 Hektar Weihnachtsbäume haben sich über zwei Generationen zu einem wirtschaftlich interessanten Bestandteil des Betriebseinkommens entwickelt, in schlechten Getreidejahren mehr als das. Aus dem weihnachtlichen Kundenkontakt heraus hat sich auch die Idee der Direktvermarktung entwickelt.

Während des Jahres steht die Pflege der mehrjährigen Baumkulturen auf dem Programm. Im Frühjahr ist dies in erster Linie die Unkrautbekämpfung. Probleme in den Weihnachtsbaumkulturen bereiten Weidenröschen, Nachtschatten, Kamille, Klettenlabkraut, Wicken und Ampferarten, aber auch Ginster, Himbeere, Brombeere und Ilex. Die Herbizidanwendung sollte möglichst früh durchgeführt werden, möglichst noch vor der Triebphase der Tannen. Die Ausbringung erfolgt zumeist direkt auf den Boden mit spezieller Ausbringtechnik. Aufwand: Ein Mitarbeiter schafft pro Tag einen Hektar. Für die Produktwahl gibt es Empfehlungen der Landwirtschaftskammer. Es dürfen ausschließlich für Weihnachtsbaumkulturen zugelassene Produkte eingesetzt werden.

Je nach Witterung kann es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu einem massiven Unkrautdruck kommen, dann, wenn die Wirkung der Bodenherbizide nachlässt. Wir vermeiden es jedoch, in dieser späten Phase mit der Spritze in den Bestand zu gehen und mähen lieber die Kulturen.

Auch Schädlinge machen den Bäumen zu schaffen. Die Tannentrieblaus befällt überwiegend die Nordmann-Tannen, ab und zu sind Lachniden zu finden. Probleme bereitet auch der Rüsselkäfer. Ein sehr großes Problem ist die Milbe, allen voran die Gallmilbe. Schädlingsbefall kann die Qualität der Bäume sehr stark mindern bis hin zum Ertragsausfall. Insektizide werden nur selten und bei tatsächlichem Befall ausgebracht. Das ist sehr arbeitsintensiv, weil wöchentliche Kontrollgänge erforderlich sind. Das Schwefeln vor Austrieb Mitte bis Ende April ist eine weitere Alternative.

Schneeschimmel ist häufig eine Standortfrage. Wichtig ist es, dass die Bäume z.B. nicht in Senken oder auf anderen schlecht belüfteten Flächen wachsen. Auch die Vorwüchse müssen rechtzeitig entfernt werden. Das dient der besseren Belüftung jedes einzelnen Baumes. Außerdem können sich die Tannen so besser entwickeln.

Ich wünsche allen am Bauernwiki Interessierten ein schönes Weihnachtsfest!


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