Teil 2: Die Geburt eines Kalbes
Teil 2: Die Geburt eines Kalbes
Rückt der Zeitpunkt der Geburt näher, häufen sich die Anzeichen dafür. Das Gewebe schwillt an – vor allem am Euter und Unterbauch. Die Scham vergrößert sich. Das Bindegewebe wird weich. Die Beckenbänder sinken ein. Euter und Zitzen füllen sich sichtbar mit Milch.
Die Kuh hat einen Schleimpfropfen, der den Muttermund verschließt. Dieser löst sich kurz vor der Geburt und man kann eine Schleimspur an der Scham erkennen.
Etwa 90% der Geburten sind spontan und verlaufen vollkommen komplikationslos.
Wir müssen zwar nur selten eingreifen, aber wenn etwas nicht stimmt, müssen wir helfen!
Zum Beispiel kann die Lage des Kalbes falsch sein, oder die Kuh hat eine Wehenschwäche…
Bei schweren Problemen müssen wir den Tierarzt zu Hilfe rufen - er kommt zu jeder Tages- und Nachtzeit! Auch bei vielen Geburten im Jahr ist es jedes Mal wieder toll, wenn ein Kalb fit und gesund auf die Welt kommt und den ersten Atemzug macht.
Kälber sind Nestflüchter. Sie können sich im Prinzip sofort in ihrer Umwelt allein zurechtfinden. Eine halbe Stunde nach der Geburt stehen die meisten Kälber schon. Das ist ein großer Unterschied zu einem Baby, das sehr lange auf Mamas Hilfe angewiesen ist!
Wir sind gefragt worden, was wir nach der Geburt mit der Kuh und dem Kalb machen. Diese Frage möchte ich Euch gerne in Teil 3 unserer Serie beantworten.
