Welche Qualitätsansprüche gibt es für Getreide?

Welche Qualitätsansprüche gibt es bei Mühlen für Getreide und Roggen? (Wassergehalt, Stärke, Gluten?)

„Getreide und Roggen“ ist wie „Kleidungsstücke und Hosen“.
Beispiel Weizen: 14,5% Wassergehalt ist die Basis. Darunter hat man wegen fehlendem Gewicht einfach Pech gehabt. Darüber gibt‘s bis 15,5% manchmal auch bis 16% Schwundabzug und bei noch feuchterer Ware wird teuer getrocknet.
Qualitätsansprüche orientieren sich am Verwendungszweck. Je feiner die Backwaren, umso höher die Ansprüche. Backweizen hat 3 Stufen:
B (einfacher Backweizen),
A (gut) und
E (Premium)
Diese Einstufung wird vor allem durch die Sortenwahl bestimmt, wobei die besten Qualitäten ertragsschwächer sind und mehr Aufwand an Düngung und Pflanzenschutz verlangen. Wichtigste Qualitätskriterien zur Unterscheidung der Stufen sind Eiweißgehalt und Fallzahl. Oft werden Weizen aufgrund witterungsbedingtem Nichterreichen gewisser Parameter abgestuft. Meist ist es die Fallzahl. Sie ist ein Indiz für versteckten oder offensichtlichen Auswuchs, d.h. durch viel Regen hat das Getreide schon in der Ähre gekeimt. So haben in diesem Jahr viele Partien nicht einmal mehr B-Qualität erreicht und die einzige Verwertungsmöglichkeit außer Verbrennen oder Biogasanlage ist das Verfüttern. Bewusst als Futter angebaut werden hochertragsreiche C- Weizen.
B- und C- Weizen werden auch als Brauweizen oder zum Brennen oder Ethanolgewinnung angebaut. Da sind im Gegensatz zum Backweizen möglichst geringe Eiweißgehalte gefragt. Auswuchs und damit niedere Fallzahlen sind aber auch dort ein Ausschlusskriterium. Dann gibt es noch C-Weizen, der in die Keksproduktion geht. Dort wird ein bröseliger Teig gewünscht.


Fallzahlen!

Wie werden die Fallzahlen bestimmt und warum?1. Bei jeder Anlieferung wird eine Probe direkt vom Hänger gezogen. Auf dem Bild haben wir das Nachgestellt ohne Hänger.2. Die Getreideprobe wird in das Feuchtemessgerät gegeben. Das Gerät ermittelt den Prozentualen Wasseranteil im Getreide.3. Anhand der ermittelten Werte wird die benötigte Menge an Mehl bestimmt. 4. In der Mühle wird der Weizen gemahlen. Die Waage muss auf 2 nachkommastellen genau wiegen. Entsprechend der Feuchtigkeit wird die exakte Menge abgewogen.5. Das Mehl wird in ein Reagenzglas umgefüllt und mit 35ml destillierten Wasser mind. 2 Minuten verrührt.6. Zuletzt wird das Reagenzglas in das Gerät eingespannt Dieses ermittelt die Fallzahl.7. Schematische Darstellung der Ermittlung von Fallzahlen8. So würde das Brot bei unterschiedlichen Fallzahlen aussehen. Weiterlesen

Michael Reber: Mein Ziel sind Kreisläufe im Betrieb

Hallo,

mein Name ist Michael Reber. Ich bin 42 Jahre alt, glücklich verheiratet und habe 2 tolle Kinder!

Meine Familie und ich bewirtschaften gemeinsam mit 2 Teilzeitkräften einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Schweinehaltung, Ackerbau, Grünland und Biogas bei Schwäbisch Hall in Hohenlohe (Baden-Württemberg).

Mein Ziel ist es, Kreisläufe im Betrieb so weit als möglich zu schließen. Deshalb ist der Ackerbau, die Bewirtschaftung des Bodens mein zentraler Baustein. Der Boden ist die Grundlage unseres Lebens! Er sorgt für unser Essen, das Futter für die Schweine und das „Futter“ für die Biogasanlage.
Der Kreislauf funktioniert also so: Wir bauen auf 40% der Fläche Getreide (Gerste und Weizen) als Futter für die Schweine an. Die anfallende Schweinegülle wird zunächst in der Biogasanlage energetisch verwertet, bevor das bei der Biogasproduktion anfallende Gärprodukt wieder als Dünger für die Pflanzen und das Bodenleben auf die Felder ausgebracht wird.
60% der Fläche wandert als Silomais und Ganzpflanzensilage in die Biogasanlage.
Im Ackerbau versuche ich derzeit, die besten Verfahren aus konventionellem UND ökologischen Landbau zu vereinen, um deutlich schneller und mehr Humus und damit Bodenfruchtbarkeit aufzubauen. Humus ist DER große CO2-Speicher! Hier stehe ich aber noch ganz am Anfang (Beginn war erst jetzt im August). Ergebnisse könnt Ihr auf Facebook unter „Innovative Landwirtschaft Reber“ erfahren und verfolgen!

Die Schweinehaltung haben wir vor 2 Jahren auf reine Schweinemast umgestellt, das heißt, dass wir die Ferkel mit ca. 30 kg von einem Ferkelerzeuger hier aus der Region zukaufen, der sich darauf spezialisiert hat. Wir haben beide den selben Tierarzt, so dass wir durch abgestimmte Impfprogramme es schaffen, so wenig wie möglich medikamentös eingreifen zu müssen. Die Ergebnisse des Antibiotika- und Salmonellen-Monitorings im QS-System geben uns recht. Seit 15 Monaten haben wir KEINE positiven Salmonellen-Proben mehr gehabt und auch beim Antibiotika-Verbrauch sind wir unter den besten 25% der Betriebe.
Auch bei der Fütterung stimmen wir uns ab, um den Übergang der Tiere durch die Umstallung so schonend als möglich zu gestalten.
Unsere Schweine bekommen mehr Platz als gesetzlich vorgeschrieben, zum einen, weil einfach genügend Gebäude dafür vorhanden sind, zum anderen danken es die Tiere einfach mit einer besseren Gesundheit und dadurch besseren Leistungen.
Außerdem haben ALLE Tiere Zugang zu Rauhfutter (Stroh und tw. auch Heu).
Zum Hof gehören auch noch 2 Pferde und mehrere Katzen, für die meine Frau und meine Tochter verantwortlich sind.
Die Pferde verwerten das Heu von den Naturschutzwiesen, die wir bewirtschaften. Hier haben wir die Auflage, spät (ab 15. Juni) zu mähen und nicht zu düngen. Diesen Aufwuchs können nur die Pferde verwerten (besser als die Biogasanlage!). Die späteren Schnitte und das restliche Grünland (ca. 2/3 des Grünlands) gehen als Silage in die Biogasanlage.

Seit 2009 haben wir eine Biogasanlage, die wir gemeinsam mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall betreiben.
Die Anlage mit 400kW (pro Stunde) elektrischer Leistung (und das selbe noch einmal als Wärmeleistung) wird mit 70% Gülle und Mist betrieben. Hier liefert mein Nachbar noch die komplette Gülle seiner Milchkühe sowie mehrere Berufskollegen Rinder- und Pferdemist. Damit können wir sehr viel wertvolle Ackerfläche für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion einsparen. Außerdem läuft eine Biogasanlage mit viel Gülle und Mist biologisch sehr viel stabiler als eine reine Maisanlage.
Nichts desto trotz liefert der Mais die Hauptenergie. Er steht bei uns mit 30% in der Fruchtfolge. Das 4. Fruchtfolgeglied ist Wickroggen mit Grasuntersaat. Damit können wir sehr gut Humus im Boden aufbauen.
Die Energie der Biogasanlage, das Biogas, wird zu 20 % auf dem Hof als Strom und Wärme verwertet, die restlichen 80% werden als Biogas über eine 8km lange Biogasleitung nach Schwäbisch Hall geschickt, um dort als Strom und Wärme verbraucht zu werden. Damit können 1200 Haushalte mit Strom und 300 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Durch die Vernetzung von Schwäbisch Hall mit Fernwärme kann jede Kilowattstunde Wärme das ganze Jahr genutzt werden! Im Winter zur Heizung, im Sommer zum Beispiel auch im Freibad!!

Das beim Biogasprozess anfallende Gärprodukt wird anschließend wie gesagt wieder auf die Felder ausgebracht. Der große Vorteil ist, dass dieses Gärprodukt im Gegensatz zu Rinder- und Schweinegülle nicht mehr so stinkt und deutlich ausgeglichener im Nährstoffgehalt ist.
Hier wollen wir im kommenden Jahr neue Methoden testen, um dieses noch effektiver zu nutzen, das heißt, dass wir erreichen wollen, noch mit deutlich weniger Mineraldünger auszukommen. Ich bin gespannt.

Ein Betrieb in dieser Größenordnung braucht sehr hohen zeitlichen Einsatz. Trotzdem ist es uns allen in der Familie sehr wichtig, dass wir uns noch weitergehend engagieren, sei es als Elternbeirätin, Reitlehrerin, Gemeinde- und Ortschaftsrat oder auch sonst im landwirtschaftlichen Umfeld.
Alle weiteren Infos auf unseren Facebook-Seiten „Biogasanlage Reber“ und „Innovative Landwirtschaft Reber“. Ich freue mich auf ein Feedback!


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Was ist das? Das sind Stoppelrüben oder auch Herbstüben genannt.

Was ist das?

Das sind Stoppelrüben oder auch Herbstrüben genannt. Es kommen plattrunde und lange, möhrenähnliche Formen vor. Sie liefert als
Zwischenfrucht ein gutes Milchfutter bei 7,5 MJ NEL.

Man sät sie Mitte Mai bis Anfang August, meist werden sie in die mäßig tief gepflügte Getreidestoppeln. Wir machen dies mit einer Dibbelmaschine.

Die Ernte beginnt möglichst spät, leichte Nachtfröste verträgt sie gut.


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Zum Thema Saatgut und Beize

Zum Thema Saatgut und Beize erreichten uns noch weitere Fragen. Darum hier noch etwas ausführlicher mit Bildern von den Etiketten.
Es gibt verschiedenste Arten von Beizen. Eins haben sie aber alle gemein sie sollen die Pflanze schützen. Beim Getreide geht es meist um Blattkrankheiten die meist durch Pilze verursacht werden. Beim Mais um Schädlinge (Insekten) und Vogelfrass und beim Raps um Blatt/Stängelkrankheiten und Schädlingen (Insekten). Das Konventionelle Saatgut ist zu beinahe 100% gebeizt. Denn es macht ja viel mehr Sinn den Keimling/ die Pflanze von Anfang an hin gesund zu halten.
Wir wurden auch noch gefragt ob wir auch die Hinweise auf den Säcken zeigen würden, wonach „keine Ausbringung bei Wind, in der Nähe von Gewässern und Bienenstöcken, es dürften keine Körner auf den Boden legen und man müsste das Saatgut von Wildtieren fern halten.“ Das steht so nicht auf den Säcken. Es dürfen keine gebeizten Körner ins Wasser gelangen das ist soweit richtig. In manchen Bundesländern gilt darüber hinaus ein Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmittel von 1m ab Grabenoberkante bei ständig wasserführenden Gräben. Eine Beschränkung bei Wind oder bei Bienenstöcken gibt es nicht. Nur das bei bestimmten Beizen die Abluft von pneumatischen Drillen Richtung Boden gehen muss. Dies trifft eigentlich nur auf Einzelkorndrillen zu.
Im letztem Jahr wurde eine Beize zeitlich begrenzt verboten. Die Neonicotinoide, welche vor allem im Raps zum Einsatz kamen standen in diesem Herbst nicht mehr zur Verfügung. In bestimmten Regionen in Deutschland sind teils 70% vom Raps durch Schädlinge geschädigt (es wurden die Wurzeln abgefressen). Für nächsten Sommer bedeutet dies nun für die Bienen das es viel wenigere Rapsblüten geben wird.
Durch die Beize gelingt es uns zum einen die Pflanzen gesund zu erhalten und dabei gleichzeitig so wenige Pflanzenschutzmittel einsetzen wie nur irgend möglich.


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Das sind Zuckerrüben

Das sind Zuckerrüben. Aha!
Übrigens in einer Rübe stecken 46 Zuckerwürfel!
Vielen Menschen ist heute nicht mehr bewusst, dass Zucker bis vor wenigen Jahrzenten ein Luxuslebensmittel aus Übersee gewesen ist. Vor der Entdeckung Amerikas gab es nur Honig zum süßen. Das Haltbarmachen von Obst erfolgte ausschließlich durch dörren (trocknen).
Marmelade gab es also nicht. Erst durch die industrielle Zuckerproduktion haben wir gelernt Marmeladen und Kompotte herzustellen und dadurch über einen längeren Zeitraum haltbar zu machen.
Damit dieses Lebensmittel auch zur Verfügung steht, sind Landwirte unerlässliche Rohstofflieferanten für die Zuckerfabriken.
Als Hackfrucht ( http://de.wikipedia.org/wiki/Hackfrucht ) ist die Zuckerrübe eine wichtige Frucht um eine ausgeglichene Fruchtfolge ( http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtfolge )sicherzustellen. Zuckerrüben produzieren darüber hinaus sehr viel Sauerstoff während der Vegetationszeit.
Früher war der Anbau mit sehr viel Handarbeit verbunden. Die Rübe braucht Platz zum Wachsen und muss deshalb vereinzelt werden. http://de.wikipedia.org/wiki/Zucker Noch heute erzählen uns unsere Großmütter von dieser sehr anstrengenden Zeit. Die Kinder wurden in die Ackerfurche gelegt und zwischendurch gestillt, während man tagelang am Hacken gewesen ist. Ob diese Geschichte nun so stimmt oder nicht? Tatsache ist, dass sich unsere Großelterngeneration noch sehr gut an die Mühsal und Plagerei erinnern können. Und diese Zeit nicht als Romantisch oder gar Idyllisch wahrgenommen haben. So waren im Mai und Juni täglich viele Menschen mit der Hacke auf den Feldern, egal bei welchem Wetter unterwegs. Erst durch die Einzelsaatmaschinen konnte auf diese mühsame Arbeit verzichtet werden.
Auch war die Ernte im Herbst per Hand sehr mühselig. Jede Rübe musste einzeln ausgebuddelt und vom Blatt befreit werden. Erst wurden Rübenmieten am Feldrand angelegt, dann per Hand auf die Anhänger gegabelt. Eine Rübe kann schon mal bis zu 1,5 kg wiegen. Auch hier waren die Bauernfamilien jedem Wetter ausgeliefert. Erst durch die Mechanisierung in der Landwirtschaft wurde die körperliche Arbeit leichter.
Die Verarbeitung in der Zuckerfabrik muss Zeitnah geschehen, da die Rüben bei der Lagerung ausgasen und damit ihren Zuckerhalt reduzieren. Außerdem sind sie sehr empfindlich gegenüber Frost. Wenn Sie also das nächste Mal an einem Feld vorbei kommen, wo Landwirte gerade dabei sind Zuckerrüben zu verladen, haben sie Verständnis für die kurze Verkehrsbehinderung. Damit sie auch am Sonntag Ihr Marmeladenbrötchen genießen können, arbeiten die Landwirte in dieser Zeit sehr effizient und schnell, damit nur besten Qualitäten in der Fabrik verarbeitet werden und Ressourcen geschont werden können.
Es gäbe noch so viel Rund um die Zuckerrübe zu berichten, aber das machen wir in einer anderen Geschichte zur Zuckerrübe.


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Was ist Silage?

Ein „kleiner“ Nachtrag zum CCM-Beitrag:

1. Was ist Silage?
Silagen sind durch Ansäuern haltbar gemachte Futtermittel. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Sauerkraut. Das „angewelkte“ Gras bzw. der reife Mais wird gehäckselt (wie der Kohl, der gerieben wird), dann in einen Haufen gefahren (wie Sauerkraut in einen Tontopf) und verdichtet (Sauerkrauttopf mit einem Stein beschwert).
Milchsäurebakterien „verbrauchen“ unter Luftabschluss den vorhandenen Zucker und machen daraus Milchsäure. Milchsäurebakterien haften natürlicherweise am Erntegut an und kommen so in den Silo. Sie können allerdings auch als sog. Siliermittel (s.u.) zugeführt werden. Die produzierte Säure führt zu einer schnellen Senkung des pH-Wertes. Die Senkung des pH-Wertes und der Luftabschluss lässt Verderbniserregern und Schimmelpilzen keine Chance. Damit hat man diese wasserreichen Futtermittel, die schnell verderben würden, haltbar gemacht. Wie beim Sauerkraut schaffen wir so ein schmackhaftes und bekömmliches Futtermittel, dass sehr gut aufgenommen wird. So können wir auch im Winter unseren Tieren immer die gleiche gute Futterqualität bieten.

2. Warum wird gehäckselt?
Häckseln bedeutet „klein schneiden“. Wir schaffen damit viele kleine Anschnitte, die besser verdichtet werden können. Außerdem haben die Milchsäurebakterien so mehr Angriffsfläche.

3. Warum wird mit dem Trecker über den Haufen gefahren?
Wir fahren mit dem Trecker über den Silo, um das Erntegut zu verdichten. Oben haben wir erklärt, dass Milchsäurebakterien sich unter Luftabschluss bilden. Böse Verderbniserreger (z.B. Schimmelpilze und Essigsäurebildner) wiederum benötigen Sauerstoff. Je besser wir das Erntegut verdichten, desto weniger Sauerstoff ist noch vorhanden, und desto besser können die Milchsäurebakterien sich vermehren und „arbeiten“. Damit von außen keine Luft mehr in den Silo kommt, wird dieser mit einer luftdichten Folie abgedichtet.
Alternativ können auch Siloballen gemacht werden. Hier passiert das Verdichten durch das Pressen in die Ballen und das Abdichten durch Einwickeln der Ballen in Folie.

4. Was sind Siliermittel?
Siliermittel sind z.B. Säuren oder Mikroorganismen, wie Milchsäurebakterien, die zum Erntegut gegeben werden, um die Voraussetzungen für einen schnellen Gärverlauf zu verbessern und die Silage insgesamt zu stabilisieren. Es gibt zwei besonders gefährdete Bereiche: die Randzonen und die spätere Anschnittsfläche. An diesen Bereichen ist der Silo Sauerstoff ausgesetzt, so dass es zu einer „Fehlgärung“ oder zum Verderb/Gammeln kommen kann.

5. Was ist eigentlich Rohfaser?
Es sind die Zellwandbestandteile (Zellulose, Holzstoffe) der Pflanzen. Wir fassen diese Bestandteile als „Faserstoffe“ zusammen. Stengel und andere „verholzte“ Pflanzenteile haben besonders hohe Anteile an diesen Gerüstsubstanzen. Wiederkäuer sind fähig diese Substanzen mit Hilfe der Mikroorganismen im Pansen (einer von vier Mägen) zu verdauen. Tiere (Menschen) mit „nur“ einem Magen können das nicht. Für uns stellen diese Substanzen einen gewissen „Ballast“ dar, weshalb man sie in der humanen Ernährung als „Ballaststoffe“ bezeichnet.


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