Zum Thema Saatgut und Beize

Zum Thema Saatgut und Beize erreichten uns noch weitere Fragen. Darum hier noch etwas ausführlicher mit Bildern von den Etiketten.
Es gibt verschiedenste Arten von Beizen. Eins haben sie aber alle gemein sie sollen die Pflanze schützen. Beim Getreide geht es meist um Blattkrankheiten die meist durch Pilze verursacht werden. Beim Mais um Schädlinge (Insekten) und Vogelfrass und beim Raps um Blatt/Stängelkrankheiten und Schädlingen (Insekten). Das Konventionelle Saatgut ist zu beinahe 100% gebeizt. Denn es macht ja viel mehr Sinn den Keimling/ die Pflanze von Anfang an hin gesund zu halten.
Wir wurden auch noch gefragt ob wir auch die Hinweise auf den Säcken zeigen würden, wonach „keine Ausbringung bei Wind, in der Nähe von Gewässern und Bienenstöcken, es dürften keine Körner auf den Boden legen und man müsste das Saatgut von Wildtieren fern halten.“ Das steht so nicht auf den Säcken. Es dürfen keine gebeizten Körner ins Wasser gelangen das ist soweit richtig. In manchen Bundesländern gilt darüber hinaus ein Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmittel von 1m ab Grabenoberkante bei ständig wasserführenden Gräben. Eine Beschränkung bei Wind oder bei Bienenstöcken gibt es nicht. Nur das bei bestimmten Beizen die Abluft von pneumatischen Drillen Richtung Boden gehen muss. Dies trifft eigentlich nur auf Einzelkorndrillen zu.
Im letztem Jahr wurde eine Beize zeitlich begrenzt verboten. Die Neonicotinoide, welche vor allem im Raps zum Einsatz kamen standen in diesem Herbst nicht mehr zur Verfügung. In bestimmten Regionen in Deutschland sind teils 70% vom Raps durch Schädlinge geschädigt (es wurden die Wurzeln abgefressen). Für nächsten Sommer bedeutet dies nun für die Bienen das es viel wenigere Rapsblüten geben wird.
Durch die Beize gelingt es uns zum einen die Pflanzen gesund zu erhalten und dabei gleichzeitig so wenige Pflanzenschutzmittel einsetzen wie nur irgend möglich.


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