5. Wie gefährlich sind MRSA und was können wir tun?
Für gesunde Menschen ist das Risiko einer Infektion eher gering, auch wenn die Haut oder die Schleimhäute bereits mit MRSA besiedelt sind.
MRSA müssen keine Krankheit verursachen. Bei Menschen, die mit MRSA besiedelt sind, kann eine Erkrankung ausbrechen, wenn das Abwehrsystem geschwächt ist und die Bakterien einen Weg in den Körper finden. Die Erkrankten sind ansteckend, solange der Erreger nachgewiesen werden kann.
Jedoch bei abwehrgeschwächten, älteren Patienten und Säuglingen kann eine MRSA-Infektion schwer verlaufen.
Was können wir tun?
Jeder einzelne:
Achtet immer auf eine sorgfältige Hygiene – v.a. Händehygiene!
Meidet enge körperliche Kontakte zu Menschen mit offenen Wunden.
Benutzt nur Eure eigenen persönlichen Hygiene- und Badartikel wie Handtücher, Waschlappen oder Rasierapparate.
Noch ein paar abschließende Sätze zum Thema „Antibiotika-Einsatz“ und Verhinderung von MRSA bzw. Resistenzen:
Liebe Leser, bitte z.B. bei einem „grippalem Infekt“ überlegen, ob ein Antibiotikum überhaupt nötig ist. Antibiotika wirken nicht gegen Viren. Akzeptiert, wenn der Arzt KEIN Antibiotikum verschreibt.
Wenn Ihr ein Antibiotikum verschrieben bekommt – immer „zu Ende“ nehmen, die Abstände einhalten und die Dosierung!!!
Liebe Tierhalter – für Euch gilt dasselbe!!!
Liebe Tier- und Humanmediziner: bitte nach Antibiotika Leitlinien arbeiten. Bakteriologische Untersuchungen und Resistenztests sind nicht teuer und so wichtig!
Übrigens: Es sind deutschlandweit nur etwa zwei Prozent aller erfassten Infektionen mit resistenten Keimen definitiv auf die Variante aus dem Stall zurückzuführen.
Auch wir Landwirte müssen unsere Hausaufgaben machen, damit es nicht mehr werden – keine Frage. Nur bitte – jeder muss erst vor seiner eigenen Haustür kehren!!!
