4. Wo kommen MRSA her?
Meist siedeln MRSA nur auf dem Menschen, ohne ihn krank zu machen. Die Bakterien siedeln sich zum Beispiel gerne in Nasenvorhof, Rachen, Achseln und Leisten an.
Erst wenn diese Bakterien über Wunden oder durch Schleimhäute in den Körper gelangen, kann eine Infektion ausbrechen. Da MRSA gegen viele Antibiotika unempfindlich ist, kann die Erkrankung einen schweren Verlauf nehmen.
MRSA kommt dort vor, wo häufig Antibiotika eingesetzt werden, vor allem in Krankenhäusern. In Deutschland sind derzeit ungefähr 20% aller in Krankenhäusern untersuchten Staphylococcus aureus-Bakterien multiresistent.
Wie werden MRSA übertragen?
Von Mensch zu Mensch
Am häufigsten werden die Erreger durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch weiter gegeben. Der Hauptübertragungsweg sind dabei die Hände.
Sowohl MRSA-Erkrankte sind ansteckend als auch MRSA-Träger also gesunde Menschen, die mit MRSA besiedelt sind.
Ein MRSA-Träger kann aber auch selbst die Bakterien in andere eigene Körperregionen übertragen zum Beispiel wenn die Erreger vom Nasenvorhof über die Hände in eine Wunde gelangen. Dort können sie dann unter Umständen eine Erkrankung auslösen.
Über Vektoren = verunreinigte Gegenstände
Eine Ansteckung ist ebenfalls über verunreinigte Gegenstände wie Türklinken, Handläufe, Griffe oder Badutensilien möglich. Die Erreger haften sehr gut an Plastikmaterialien und Edelstahllegierungen, beispielsweise an Kathetern.
Von Tier zu Mensch
Möglich ist auch eine Ansteckung von Menschen nach dem Kontakt mit besiedelten Tieren.
