WDR West Art Talk

#wirmacheneuchsatt

aufgrund unserer Demo wurden wir vom WDR angefragt, in der Sendung West Art Talk am kommenden Sonntag zum Thema „Bauer sucht Zukunft“ mit zu diskutieren.

Diese Einladung nehmen wir gerne an, und Heinrich und Nadine Henke werden in der Runde ihr bestes geben, uns Landwirte dort zu vertreten.

Weitere Gäste der Sendung sind:

Tanja Busse
Die Journalistin und Autorin ist auf einem Hof in Westfalen aufgewaschen. Sie beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Nachhaltigkeit, Ökologie, Landwirtschaft und Ernährung.

Tobias Hartkemeyer
Die Landwirtschaft in ihrer bisherigen Form ist für den Hofbesitzer ein Auslaufmodell. Stattdessen setzt er mit Hofgemeinschaft und Festpreisen auf neue Vertriebswege.

Valentin Thurn
Der Filmemacher und Autor hat mit der Doku „Taste the Waste“ eine Debatte über die Vernichtung von Lebensmitteln angestoßen. In seinem Buch „Harte Kost“ beschreibt er Lösungswege für das Problem des Welthungers.

Tom Waschat
Der „Pottkoch“ ist im Ruhrgebiet nicht nur für gutes Essen, sondern auch für sein soziales Engagement bekannt. In seinem Duisburger Lokal gibt es für Obdachlose und Kinder Suppen gratis.

Heinrich und Nadine werden sicherlich einen schweren Standpunkt haben, denn die anderen Gäste stehen v.a. der konventionellen Landwirtschaft sehr kritisch gegenüber. Zudem ist die Sendung eine live Sendung - für uns Landwirte sicher eine zusätzliche Herausforderung.

Schaut doch rein und drückt mit uns die Daumen:
Sonntag, 11.00h, WDR Fernsehen

http://www1.wdr.de/fernsehen/kultur/west-art-talk/sendungen/westarttalkuebersicht178.html Weiterlesen

Kennzeichnung von Schweinen

Und wie ist das mit der Kennzeichnung bei den Schweinen???

Schweine sind vom Tierhalter im Ursprungsbetrieb spätestens beim dem Absetzen mit einer Ohrmarke dauerhaft zu kennzeichnen.

Die meisten Landwirte machen das jedoch schon früher, entweder bei der Erstferkelversorgung oder sonst am 3.-5. Tag, wenn die Tiere mit Eisen versorgt werden.

Es werden gerne mehrere „Arbeiten“ zusammengefasst, weil das Trennen von der Sau ist für die Ferkel der größte Stress. Deshalb versuchen wir möglichst viel gleichzeitig zu machen, um sie so selten wie möglich von der Sau zu trennen.

Auf der Vorderseite der Ohrmarke steht die Ohrmarkennummer. Diese muss in deutlich lesbarer schwarzer Schrift auf weißem Grund mindestens folgende Angaben enthalten:

a) „DE“ (für Deutschland),

b) das für den Sitz des Betriebes geltende amtliche Kraftfahrzeugkennzeichen des Landkreises oder der kreisfreien Stadt (in unserem Beispiel „DH“ für LK Diepholz) und

c) die letzten sieben Zeichen der Registriernummer des Betriebes (hier 0026)

Wenn ein Schwein seine Betriebsohrmarke verliert, muss diese nachgezogen werden.

Schweine werden vor der Verladung zum Schlachter vom Mäster mit einer Tätowierung versehen (sog. Schlagstempel). Dieses hat folgende Gründe:
Die Nummer auf der Ohrmarke ist in der Regel die Nummer des Zuchtbetriebes. So lässt sich zwar feststellen, wo das Schwein geboren wurde, nicht aber wo es zuletzt gemästet wurde. Außerdem werden nach der Schlachtung die Ohrausschnitte mit den Ohrmarken entfernt.
Alle Schlachtschweine (auch Spanferkel) müssen daher spätestens bei der Verladung mittels Schlagstempel gekennzeichnet werden.

Zudem ist jeder Schweinehalter, egal ob Hobby- oder landwirtschaftliche Nutztierhaltung, verpflichtet, seine Schweinehaltung in der HI-Tier Schweinedatenbank zu melden.

http://www.hi-tier.de/


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Kennzeichnung von Schafen und Ziegen

Bereits seit mehreren Jahren müssen alle Schafe und Ziegen gekennzeichnet werden, und zwar- spätestens bis zum Alter von 9 Monaten oder- spätestens dann, wenn sie den Betrieb verlassen.

Schlachtlämmer, die bis zum Alter von 12 Monaten in Deutschland geschlachtet werden, können mit einer einfachen weißen Ohrmarke gekennzeichnet werden, auf der lediglich die Betriebsnummer und keine individuelle (z. B. DE010310012345) aufgedruckt ist.

Für alle anderen Tiere, also Tiere, die nicht bis zum Alter von 12 Monaten in Deutschland geschlachtet werden und für alle Zuchtlämmer und Herdbuch-Zuchtlämmer gilt, dass sie grundsätzlich mit einer gelben Ohrmarke (Sichtkennzeichen) und mit einem elektronischen Kennzeichen (Ohrmarke oder in einigen Bundesländern auch mittels Pansenbolus möglich) gekennzeichnet werden müssen. Durch Ohrmarke (Beschriftung) und elektronische Kennzeichnung (Codierung) erhalten diese Tiere eine individuelle Nummer / Kennzeichnung, die sich wie bisher zusammensetzt, z.B. DE (Deutschland) 01 (Tierart Schaf/Ziege) 03 (Bundesland Niedersachsen) und aus acht weiteren Ziffern.

Wer mehr über die Kennzeichnung von Schaf und Ziege wissen möchte:
http://www.hi-tier.de/info08.html


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