In eigener Sache

Mittlerweile wird vielfach spekuliert, wer denn nur „Bauer Willi“ ist? Ich kriege als Moderator und Betreiber der Internet-Seiten www.fragdenlandwirt.de und www.netzlandwirt.de mit, dass einige Leute ein Interesse daran haben die Person die hinter „Bauer Willi“ steht, zu diskreditieren. Deshalb dazu … Weiterlesen

Franz Burkhardt-Medicke.

Hallo,

mein Name ist Franz Burkhardt-Medicke. Ich bin 26 Jahre alt, Landwirt und Betriebswirt für Agrarwirtschaft. Meine Eltern, mein Bruder und ich bewirtschaften einen Familienbetrieb in Westsachsen. Der Hof wurde 1990 nach der Wiedervereinigung Deutschlands von meinen Großeltern gegründet.

Wir haben derzeit 40 Milchkühe und bauen gerade einen neuen Milchviehstall, in dem 70 Kühe mal Platz haben werden.
Der neue Stall ist besonders, denn wir bauen ein Tiefstreustall. Die Kühe haben darin einen großen Bereich voller Stroh, um sich so bequem wie möglich hinlegen zu können.

Wir setzen bei der Fütterung unserer Kühe Mais- und Grassilage, Stroh, Heu, Zuckerrübenschnitzel, Schrot aus eigenem Getreide, Rapsextraktionsschrot, Mineralfutter und Bierhefen ein.

Die weiblichen Kälber bleiben bei uns und werden später entweder selbst zur Milchkuh oder als tragende Färsen an andere Betriebe verkauft. Die männlichen Kälber werden an Mastbetriebe verkauft.

Auf unseren Feldern bauen wir hauptsächlich Raps, Weizen, Gerste, Mais und Zuckerrüben an. Wir bewirtschaften neben unseren eigenen Flächen auch zugepachtete, außerdem bieten wir verschiedene Dienstleistungen an. Wir sind ein konventionell wirtschaftender Betrieb, d.h. Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel werden von uns ausgebracht.

Bei unseren Maschinen setzen wir auf modernste Technik. Bei vielen Bearbeitungsgängen und der Ernte wird die Maschine vom GPS-System auf Kurs gehalten. Bei der Düngung kommt ein Stickstoffsensor zum Einsatz, der den Düngerstreuer nur so viel ausbringen lässt, wie die Pflanzen benötigen. Wir verzichten auf unseren Feldern zum großen Teil auf den Pflug und setzen stattdessen einen Grubber ein. Damit sparen wir Diesel, fördern den Humusaufbau und beugen Erosion durch Wind und Wasser vor.

Ich bin auf Twitter unter @franzbua oder auf Facebook zu finden und gerne bereit Fragen zu beantworten, soweit mir das möglich ist. Ich hoffe ich kann so einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass in den Medien die Landwirtschaft so dargestellt wird, wie sie wirklich ist. Die Landwirtschaft ist - weder der Schauplatz eines Horrorszenarios, noch ein Abbild aus einem Kinderbuch, sondern ein wichtiger Teil in unser aller Leben, den wir gemeinsam respektieren, bewahren und entwickeln müssen.

Viele Grüße

Franz


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Schweinehaltung global

Einige Fragen zum Thema Schweinehaltung, die an uns herangetreten wurden:

„Ist es global gesehen richtig in Deutschland weitere Schweineställe zu bauen?“

Warum sollte es falsch sein? Neue Ställe ersetzen meistens zumindest zum Teil ältere Ställe. In neuen Ställen sind die Bedingungen für Mensch und Tier besser, und die Emissionen sind geringer.
Jedoch ist weiter dazu zu sagen, dass die Rahmenbedingungen mittlerweile gesetzlich so gesteckt sind, dass kaum ein Landwirtschaftsbetrieb noch eine Möglichkeit hat, seinen Betrieb gewinnbringend zu erweitern. Die neuen Schwellenwerte des Baugesetzbuches stellen vor allem für flächenarme Schweine- und Geflügelmäster, aber auch für geschlossene Systeme eine wirtschaftliche Härte und eine absolute Wachstumsgrenze dar, und so trifft dieses Gesetz unsere Veredelungswirtschaft hart. Betriebe mit mehr als 1500 Mastschweinen, 560 Sauen, 15000 Legehennen, 30000 Hähnchen,… und ohne überwiegend eigener Futtergrundlage sind im Außenbereich nicht mehr ohne weiteres privilegiert, und einem sehr kosten- und zeitintensiven Genehmigungsverfahren ausgesetzt.

„Früher war das Schwein ein Resteverwerter, heute bekommt es Soja, für das Regenwald gerodet wird…“

Das Schwein ist auch heute gewissermaßen noch ein Resteverwerter. In den Rationen befinden sich Extraktionsschrote, Dampfschalen, Trester, Schlempen, Molke etc. Ein großer Bestandteil der Rationen ist Futtergerste, Futterweizen und CCM. Das alles sind Getreidequalitäten, die der moderne Mensch nicht gerne selber essen möchte.
Eine Resteverwertung der übriggebliebenen menschlichen Essensreste ist aus guten Gründen nur noch sehr eingeschränkt möglich. Diese Einschränkungen kamen im Zuge der BSE Krise zu Stande und schützen unsere Schweinebestände auch z.B. vor einem Neuausbruch von europäischer und afrikanischer Schweinepest. Jedoch wird aus guten Gründen unter besonderen Bedingungen über eine Wiederzulassung von Tiermehlen aus Schlachtabfällen nachgedacht, so dass wir wieder eine artgerechte Fütterung der Schweine bekommen. Denn Schweine sind Allesfresser (Omnivoren) und keine reinen Pflanzenfresser (Herbivoren).
Nur kurz zum Thema Soja (hier werden wir noch einen separaten Beitrag machen) – Der Anbau von Soja erfolgt wegen des Öls, welches aus der Bohne gewonnen wird. Bei der Extraktion des Öls bleibt das Sojaextraktionsschrot als Abfallprodukt. Dieses wird als Eiweißquelle im Tierfutter, u.a. im Schweinefutter verwertet.

„Viele Schweine werden hier geschlachtet und als Fleisch häufig in der unterschiedlichsten Form exportiert.“

Für uns ist es sehr wichtig, dass wenn schon ein Tier geschlachtet wird, es auch komplett verwertet wird, d.h. möglichst nichts weggeworfen wird.
Viele Teile des Schweines haben in Deutschland keinen Markt. So liegt der Selbstversorgungsgrad bei Innereien bei über 1000% und das trotz der Heimtiernahrung. Auch fettreiche Teile wie Bäuche lassen sich nicht vollumfänglich so einfach in Deutschland vermarkten, v.a. nicht in der „Grillnebensaison“. In anderen Teilen der Welt sind die Ernährungsgewohnheiten anders als hierzulande. So werden in China sehr gerne Ohren, Pfötchen und Schweinenasen gegessen.
Für die komplette Verwertung eines Schweins ist der Export von Schweinefleischprodukten also begrüßenswert.

Die Gülle der Schweine bleibt fast immer in Deutschland.

Schweinegülle ist ein natürlicher Dünger und daher sehr wertvoll.
Natürlich haben auch wir erkannt, dass Nitrate im Grundwasser ein Problem sind, und steuern diesem mit Nährstoffbilanzen, Güllekataster, Ausstellung von Güllelieferscheinen, keine Ausbringung von Gülle von Ende Oktober bis Ende Januar, Ausbringung von Gülle nur auf Vegetationen, die den Dünger auch verwerten können, Bau moderner Behälter und Mistplatten mit einer 10 monatigen Lagermöglichkeit…entgegen. Da wir nur noch eine so kurze Zeit im Jahr die Möglichkeit haben unsere Gülle bedarfsgerecht zu verteilen, konzentriert sich der Geruch in der Zeit der Ausbringung. Die Messwerte im Grundwasser zeigen uns Landwirten, dass wir auf dem richtigen Weg sind. So sind die Nitratmesswerte vom Jahr 2000 an bis 2013 an 267 (von insgesamt 411) Grundwassermessstellen gesunken. Wir sind also auf dem richtigen Weg!
Der Vorwurf der Überdüngung mit Gülle und Gärrest konnte nun auch durch den neusten Nährstoffbericht weitgehend entkräftet werden. Unsere Landwirte nehmen die Vorgaben des Düngerechts sehr ernst, und haben wieder einmal bewiesen, dass auch sie an einer Transparenz der Nährstoffströme und an einer optimalen Verwertung interessiert sind. Die Obergrenze von 170 kg N/ha und Jahr aus tierischer Herkunft wurde so gut wie in allen Landkreisen (96%) eingehalten. Der niedersächsische Durchschnitt liegt bei 119 kg N/ha.


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Welche Qualitätsansprüche gibt es für Getreide?

Welche Qualitätsansprüche gibt es bei Mühlen für Getreide und Roggen? (Wassergehalt, Stärke, Gluten?)

„Getreide und Roggen“ ist wie „Kleidungsstücke und Hosen“.
Beispiel Weizen: 14,5% Wassergehalt ist die Basis. Darunter hat man wegen fehlendem Gewicht einfach Pech gehabt. Darüber gibt‘s bis 15,5% manchmal auch bis 16% Schwundabzug und bei noch feuchterer Ware wird teuer getrocknet.
Qualitätsansprüche orientieren sich am Verwendungszweck. Je feiner die Backwaren, umso höher die Ansprüche. Backweizen hat 3 Stufen:
B (einfacher Backweizen),
A (gut) und
E (Premium)
Diese Einstufung wird vor allem durch die Sortenwahl bestimmt, wobei die besten Qualitäten ertragsschwächer sind und mehr Aufwand an Düngung und Pflanzenschutz verlangen. Wichtigste Qualitätskriterien zur Unterscheidung der Stufen sind Eiweißgehalt und Fallzahl. Oft werden Weizen aufgrund witterungsbedingtem Nichterreichen gewisser Parameter abgestuft. Meist ist es die Fallzahl. Sie ist ein Indiz für versteckten oder offensichtlichen Auswuchs, d.h. durch viel Regen hat das Getreide schon in der Ähre gekeimt. So haben in diesem Jahr viele Partien nicht einmal mehr B-Qualität erreicht und die einzige Verwertungsmöglichkeit außer Verbrennen oder Biogasanlage ist das Verfüttern. Bewusst als Futter angebaut werden hochertragsreiche C- Weizen.
B- und C- Weizen werden auch als Brauweizen oder zum Brennen oder Ethanolgewinnung angebaut. Da sind im Gegensatz zum Backweizen möglichst geringe Eiweißgehalte gefragt. Auswuchs und damit niedere Fallzahlen sind aber auch dort ein Ausschlusskriterium. Dann gibt es noch C-Weizen, der in die Keksproduktion geht. Dort wird ein bröseliger Teig gewünscht.


Fallzahlen!

Wie werden die Fallzahlen bestimmt und warum?1. Bei jeder Anlieferung wird eine Probe direkt vom Hänger gezogen. Auf dem Bild haben wir das Nachgestellt ohne Hänger.2. Die Getreideprobe wird in das Feuchtemessgerät gegeben. Das Gerät ermittelt den Prozentualen Wasseranteil im Getreide.3. Anhand der ermittelten Werte wird die benötigte Menge an Mehl bestimmt. 4. In der Mühle wird der Weizen gemahlen. Die Waage muss auf 2 nachkommastellen genau wiegen. Entsprechend der Feuchtigkeit wird die exakte Menge abgewogen.5. Das Mehl wird in ein Reagenzglas umgefüllt und mit 35ml destillierten Wasser mind. 2 Minuten verrührt.6. Zuletzt wird das Reagenzglas in das Gerät eingespannt Dieses ermittelt die Fallzahl.7. Schematische Darstellung der Ermittlung von Fallzahlen8. So würde das Brot bei unterschiedlichen Fallzahlen aussehen. Weiterlesen

Familie Krüger. Wir halten Legehennen in Bodenhaltung

Hallo, wir sind die Familie Krüger.

Wir halten ca. 35.000 Legehennen in Bodenhaltung für unsere Direktvermarktung.
Unseren großen Stall haben wir im Jahr 2010gebaut. Dort halten wir unsere die Hennen in Bodenhaltung mit Voliere und Wintergarten.

Wir bieten es jedem an, der Interesse hat, sich den Stall anzusehen. Wir machen gerne Führungen.
Melden Sie sich an.

http://kruegers-hofladen.de/


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Anton und Nicole Dagner

Hallo und guten Tag zusammen. Unsere Namen sind Anton und Nicole Dagner. Wir kommen aus der schönen Oberpfalz. Wir betreiben als Hobby eine kleine Hühner und Ziegenfarm…. Anton stammt ursprünglich aus einen kleinen Familienbetrieb, Nicole ist ein Stadtmädchen, das die Liebe zum Land mit ihrem Ehemann teilt. So entschlossen wir uns 2011 einen kleinen Hof zu Kaufen und unseren Träumen ein Gesicht zu geben. 2011 bis 2012 Standen erst einmal Renovierungsarbeiten an die immer noch andauern. Neben der Lust auf Renovierung und der täglichen Arbeit entstand der Gedanke ein Paar Hühner für den Eigengebrauch zu halten. Dies wurde dann dank der Nachfrage an Eiern in den ersten Monaten von Freunden und Bekannten auf eine Herde von 50 Hühnern plus Hähne und nun auch Eigener Nachzucht gehebelt. Nebenbei entstand bei Anton der Gedanke ein paar Ziegen zur Grünlandpflege zu halten. Durch eine Zeitungsannonce bekam er auch die ersten drei Ziegen (Burenmischlingsziegen). Der Gedanke Burenziegen http://de.wikipedia.org/wiki/Burenziege zu züchten kam als 2014 ein Burenbock zur Deckung der Ziegen auf den Hof kam. Natürlich darf auch der Hofhund nicht fehlen, ein Australien Shepard namens Ayla und Hofkatze Sina hält Mäuse in Schach. Nach den noch ausstehenden arbeiten am Hof, soll das Hauptaugenmerk auf die Züchtung und Vermarktung der Burenziegen gesetzt werden. Unser Herz liegt nahe an Natur und Landwirtschafft. Auch wenn es nur ein Hobby ist, unterstützen wir jegliche form der Landwirtschafft. Den unser Essen wächst trotz intensiver Forschung nicht im Supermarkt. Wir Danken Ihnen für ihre kurze Zeit der Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen und ihrer Familie einen angenehmen Tag. Anton und Nicole Dagner


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Frage: das Thema Antibiotika in der Tierhaltung

Noch eine Frage aus der Runde:

„Schönen guten Tag,
das Thema Antibiotika in der Tierhaltung treibt uns ja alle um.
Deshalb meine Fragen:
1.Werden in der konventionellen Tierhaltung Antibiotika präventiv eingesetzt?
2.Muss ein Veterinär die Antibiotika verschreiben?
3.Wie gehen Landwirte und ihre Abnehmer mit Antibiotika behandelten Tieren um? Also wird das Fleisch solcher Hühner, Schweine, Rinder in den Konsumkreislauf gebracht? Wird es vorher nochmal getestet? Und wenn ja, von wem?“

1. Weder in der konventionellen noch in der biologischen Tierhaltung werden Antibiotika präventiv eingesetzt. Das ist erstens schlichtweg verboten und zweitens auch relativ sinnbefreit (ich vergleiche es immer mit einer Fliegenklatsche: wenn ich heute damit kräftig auf den Tisch haue, kann ich nicht erwarten, dass dort nächste Woche eine tote Fliege liegt - soll heißen, dass Antibiotika ausschließlich gegen Bakterien wirken, und halt auch nur gegen die, die da sind).

2. Ja, Antibiotika sind verschreibungspflichtig, d.h. in der Tierhaltung, dass ein Tierarzt sie verschreiben muss. Zudem erstellt der Tierarzt einen Abgabebeleg, in dem er neben dem Präparat, die Menge, Dosierung, Wartezeit, Indikation, die Anwendungsdauer, die Zahl/Art/Identität der Tiere und den Standort der Tiere angibt. Der Landwirt hat zudem noch einen Anwendungsbeleg auszufüllen. Des weiteren muss der Einsatz jetzt in der Antibiotikadatenbank von der HIT gemeldet werden.

3. Tiere, die mit Antibiotika oder anderen Medikamenten behandelt werden/wurden, sind je nach Erkrankung und Zustand zu isolieren. Bei der Behandlung gilt der „dumme“ Satz: so wenig wie möglich (überhaupt behandeln), soviel wie nötig (wenn behandelt werden muss), um jegliche Resistenzentwicklung vorzubeugen. Der Tierarzt handelt bei der Verschreibung nach der Antibiotika Leitlinie, nimmt Proben zur Erregerisolierung und lässt Resistenztests anfertigen. Dieses ist Stand der Wissenschaft, nach dem hier gearbeitet wird.
Wenn Tiere behandelt wurden, ist stets die „Wartezeit“ einzuhalten. Diese gibt den Zeitraum an, in der Tiere nach der Behandlung (letzter Behandlungstag) nicht geschlachtet werden dürfen, bzw. keine Milch oder Eier in den Handel dürfen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Konsumenten von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft nicht durch Arzneimittelrückstände geschädigt werden. Nach Ablauf der Wartezeit sollen die Lebensmittel keine die Gesundheit schädigenden Rückstände enthalten. Die Wartezeit wird im Zulassungsverfahren des Arzneimittels festgelegt. Die Wartezeit hängt vom Wirkstoff, den Hilfsstoffen, Dauer der Anwendung und die Dauer der Ausscheidung ab. Da sie an „gesunden“ Tieren getestet wird, wird immer eine Sicherheitszeit extra in den Zulassungsverfahren hinzugefügt.

Nach Einhaltung der Wartezeit dürfen die Tiere wieder geschlachtet werden, die Milch und die Eier in den Verkehr gebracht werden.
Zur Sicherheit können noch einmal Proben genommen werden, und ein sog. Hemmstofftest gemacht werden. Bei Milch ist das eigentlich gang und gebe. Bei den Schlachttieren werden am Band nach einem bestimmten Schlüssel und in Verdachtsfällen auch Proben genommen (es gibt einen Nationalen Rückstandskontrollplan).

Mehr Informationen zur Antibiotikadatenbank gibt es hier:
http://www.hi-tier.de/infoTA.html

weitere Informationen zu den Themen Zulassung, Wartezeit, NRKP gibt es hier:
http://www.bvl.bund.de/DE/05_Tierarzneimittel/01_Aufgaben/03_TAMRueckstaendeLM/tam_rueckstaende_LM_node.html;jsessionid=2ABF193B6333D4064B4AE9135C1232DA.2_cid332

Hier ein Beispiel eines Beipackzettels:


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Frage: Wie und wo sehen Sie die Chancen…?

Folgende Frage wurde an uns herangetreten:

„Wie und wo sehen Sie die Chancen auf eine wirklich moderne und proaktive Landwirtschaft mit einer maximalen Reduzierung an (endlichem) Ressourcenverbrauch, externen Input (Nährstoffe, Energie) und mit systemimmanenten Regelmechanismen?“

Uff, da mussten wir erste einmal kräftig durchatmen. Schwere Kost, wo wir auch eigentlich passen müssen.

Über diese Fragen diskutiert die Wissenschaft schon seit Jahren. Es kann nicht die Aufgabe eines einzelnen Landwirtes sein, hier Antworten zu finden.

Jeder Versuch, die Welt in fünf Minuten zu erklären ergibt entweder eine tendenziöse Antwort, die weder den themenübergreifenden Zusammenhängen noch der einzelbetrieblichen Entscheidungsmöglichkeiten gerecht wird. Nicht jeder Landwirt kann und will völlig frei entscheiden, da gewisse Gegebenheiten einfach fest stehen, z.B. Bodenfruchtbarkeit, Ausstattung des Betriebs mit Faktoren Boden-Arbeit-Kapital, Kenntnisse und Fähigkeiten des Betriebsleiters usw.

Frag den Landwirt ist nicht Ideenlieferant für Parteien, NGOs, Redakteure oder Einzelpersonen, die mal kurz auf drei DinA4 Seiten eine wirklich umfassende Abhandlung von Themen wollen, die in wissenschaftlichen Arbeiten nicht ohne Grund nur auf präzise Fragestellungen abgehandelt werden.

Jede Antwort wäre in vielen Bereichen unvollständig und zu recht angreifbar.

Wir können dazu nur ganz kurz sagen, dass Landwirtschaft, egal welcher Art, immer an einer stetigen Reduzierung des Ressourcenverbrauchs interessiert ist. Aus diesem Grund gibt es Nährstoffbilanzen, Nährstoffkreisläufe, züchterischen Fortschritt neben exakter Ausbringtechnik, Bodenproben, teilflächenspezifische Behandlung und Düngung. Weiterlesen