Monat: Dezember 2014
Was machen eigentlich unsere #Landwirtsfamilien an #Weihnachten? Sie feiern neb…
Was machen eigentlich unsere #Landwirtsfamilien an #Weihnachten?
Sie feiern neben der Stallarbeit Weihnachten!!!
Denn die Tiere müssen an jedem Tag versorgt werden…
Hier ein paar Geschichten von unseren Landwirtsfamilien und von einer Tierärztin (aus diesem und den letzten Jahren):
„Letztes Jahr haben wir an Hl. Abend seit langer Zeit mal wieder selbst Brot gebacken (Sauerteig seit einer Woche angesetzt) im Steinbackofen (ohne Thermometer). Die Hitze war zu groß, das Brot wurde ziemlich schwarz *lach. Mein Mann hatte auch noch ein paar Freunde eingeladen, die das Backen sehen wollten, tja….., gesehen haben sie es. Zum angebrannten Brot gab es dann noch selbstgemachtes Geräuchertes und Bier…..und Mittags noch ein neugeborenes Kalb (mein Mann behauptet heut noch das sei schuld gewesen, dass das Brot verbrannte, weil es genau in der Zeit geboren wurde als das Brot im Ofen war). Die Geburt wurde auch bestaunt. Jaja…., so kann’s gehen, es war aber im großen und ganzen ein lustiger, gelungener Tag! Am Abend haben sich dann alle zu ihren Familien begeben.“
„Vor 3 Jahren habe ich an Heiligabend am späten Nachmittag noch einen Labmagen operiert. Als ich aus dem Stall raus gekommen bin, hatte ganz böser Eisregen eingesetzt und mein Praxisbus war komplett mit einer dicken Eisschicht überzogen. Ich konnte weder Türen noch Heckklappe öffnen. Der Landwirt hat mir dann geholfen, die Türen wieder aufzutauen. Dann bin ich zur Praxis gefahren (gerutscht), habe den Praxisbus für meine Kollegin zur Übergabe fertiggemacht und wollte dann um 19 Uhr endlich mit meinem Privat-PKW in die Heimat starten. Der war natürlich auch zugefroren, und als ich ihn endlich vom Eis befreit hatte, musste ich feststellen, dass ich auf der dicken Eisdecke auf dem leicht ansteigenden Parkplatz keinen mm anfahren konnte. Da stand ich nun an Heiligabend ganz allein auf weiter Flur. In meiner Not hab ich dann den nächstgelegenen Landwirt angerufen. Der hat auch nicht lange gefackelt und mich trotz Heiligabend mit seinem Radlader gerettet „
Wir wünschen allen frohe Weihnachten!!!
Und ein paar Bilder noch dazu:
Es ist wohl die absolute Horrorvorstellung eines jeden Landwirts. Ein Brand auf…
Es ist wohl die absolute Horrorvorstellung eines jeden Landwirts. Ein Brand auf dem Hof und es ist nicht möglich alle Tiere zu retten.
Man stelle sich jetzt mal vor das ganze passiert eine Woche vor Weihnachten, die Familie schafft es gerade noch unbeschadet aus dem Haus zu kommen. Leider ist es Ihnen nicht möglich alle Tiere zu retten.
Zu allem Überfluss stellt dann noch die Tierrechtsorganisation PETA Anzeige wegen unzureichend Brandschutz für die Tiere.
Klingt unglaublich oder? Ist es aber leider nicht. Genau so erging es nun einem Landwirt aus Altenberge.
Wir finden den Kommentar dazu von dem Redakteur Uwe Renners absolut treffend:
„Das ist schon schäbig: Kurz vor Weihnachten brennt es auf dem Hof der Familie Lütke-Lengerich, ein Sohn hat viel Glück, dass er nicht verletzt wird, und die selbst ernannte Tierrechtsorganisation Peta stellt Anzeige wegen unzureichenden Brandschutzes. Ohne den Hof, geschweige denn die Stallungen jemals gesehen zu haben.
Sie missbraucht das Leid der Familie, um kurz vor Weihnachten noch einmal auf ihre Ziele aufmerksam zu machen und vielleicht noch den ein oder anderen Spendeneuro abzugreifen. Wer sich angeblich so für das Wohl von Tieren einsetzt, dem scheint das Wohl der betroffenen Menschen egal zu sein. Anders ist so ein verantwortungsloses Handeln nicht zu begründen.
Die Organisation, die neben den Landwirten auch Jäger und Angler ins Visier genommen hat, stellt sich mit ihren fanatischen Ansichten ins Aus. Jeder Cent, der in ihre Kassen fließt, ist einer zu viel.“

Peta arbeitet mit fragwürdigen Mitteln gegen Landwirte
www.wn.de
Neue Vorwürfe gegen Tierrechtsorganisation: Landwirte sind empört über Peta-Strafanzeige. Weiterlesen
Du, Franz, ein Biobauer? Das ist eine Schnapsidee!
„Du, Franz, ein Biobauer – das ist einen Schnapsidee…..“
Ich, Franz Kinker, Biobauer seit über 15 Jahren, erzähle Euch, warum es keine Schnapsidee war, auf Ökolandbau zu setzen – trotz anderslautender Kommentare aus meinem beruflichen und privaten Umfeld.
Meine Freunde taten mein Vorhaben als „spinnerte Idee“ ab. Willst du zu den „Grünen“, zu den „Alternativen“ wechseln? Das waren ihre Kommentare. 1998 war das. Damals reifte in mir die Entscheidung Bio Bauer zu werden. Ich muss zugeben, das war eine wagemutige Entscheidung mit ungewissem Ausgang.
Ich komme aus einer Generation von Bauern, denen in der Berufs- und Landwirtschaftsschule intensives Wirtschaften beigebracht wurde.
Und jetzt mache ich mir Gedanken, ob das der richtige Weg für meinen Betrieb ist.
Die Entscheidung auf „Bio“ umzustellen, die fiel nicht von heute auf morgen. Ich verbrachte schlaflose Nächte, grübelte, fragte meine Frau, die Eltern, und rechnete, ob sich das überhaupt rentiert.
Und irgendwann war es dann soweit: wir sattelten um auf „Bio“.
Das ist so einfach gesagt, hat es aber in sich: Eine Umstellungszeit muss eingehalten werden, in der die Produkte nicht als „Bio“ verkauft werden können, die Auflagen aber eingehalten werden müssen. Ich besuchte einen Einführungskurs, füllte Formulare aus.
Auf dem Bauernhof hat sich damals viel verändert: ich musste einen neuen Milchtank kaufen, weil die #Andechser Molkerei die Biomilch aus Umwelt- und Kostengründen nur jeden zweiten Tag abholt. Die Kälber brauchten ein neues Zuhause, denn die Aufstallung entsprach nicht mehr den Öko Anforderungen. Und ich wusste damals auch: irgendwann brauchst du einen neuen Laufstall für deine Kühe. Dies war der Punkt, den ich am meisten scheute. Neben der anstrengenden Baumaßnahme über mehrere Jahre ist so ein Stallbau auch eine riesige finanzielle Belastung. Bei Baukosten von acht bis zehntausend Euro je Kuhplatz sind da schnell mal 300.000 bis 500.000 Euro Schulden auf dem Hof. Nicht jeder traut sich so was zu. Das Risiko ist hoch, gerade dann, wenn der Milchpreis fällt und fällt. Dann fragt sich ein Milchbauer (und auch ich fragte mich das): „ Sind die Erträge noch ausreichend, um mich, meine Familie und den Hof über Wasser halten zu können? Und wieder rechnete ich, kalkulierte, sprach mit der Bank, und letztendlich tat ich den Schritt nach vorne: Der neue Kuhstall wurde gebaut.
Aber zurück zum Bio Bauern Franz: wie ging es mir damals – war die Entscheidung richtig? Aus heutiger Sicht kann ich sagen: ja.
Zugegeben, die Anfangsjahre waren schwierig: der Ertrag auf den Wiesen ließ zu wünschen übrig, das Futter für die Tiere war knapp. Ich machte mir Sorgen: reicht das Futter wohl über den Winter?
Die Unkräuter, allen voran der stumpfblättrige Ampfer, fühlten sich so richtig wohl bei uns. Die ganze Familie, allen voran meine Eltern, rückte mit speziellen Werkzeugen aus, und grub jede Pflanze mühsam aus dem Boden. Wir haben uns geschunden und wussten: im nächsten Jahr kommen sie wieder – die Unkräuter.
Mittlerweile hat sich der Boden angepasst. Nun sind, auch aufgrund unseres biologischen Wirtschaftens, die Unkräuter auf ein erträgliches Maß zurückgegangen. Zum Glück. Und wenn ich es genau betrachte, irgendwie gehören die ja auch dazu, zum Ganzen. In der Natur hat alles seine Existenzberechtigung, das musste ich erst begreifen.
Auch Feriengäste schätzen Urlaub in intakter Natur.
Ich glaube, dass sich die Umstellung auf „Bio“ auch auf unseren zweiten Betriebszweig, den Tourismus, positiv ausgewirkt hat.
Zu uns kommen jetzt auch Feriengäste, die ihren Urlaub bewusst auf einem Biohof genießen möchten. Ein Urlaub auf einen Bauernhof, das ist das richtige Reiseziel für Familien mit Kindern, Paare, Senioren, ja sogar stressgeplagte Manager finden hier die nötige „Erdung“, die ihnen zum Teil verlorengegangen ist. Die Gäste wollen abschalten, entschleunigen, Ruhe finden, Tiere beobachten, Kühe füttern. Sie wollen dabei sein, wenn ich die Kühe von der Weide hole, die Kinder möchten Kaninchen streicheln und abends die Hühner in den Stall scheuchen, wenn sie sich in den Büschen verstecken.
Was bleibt mir als Resümee zu sagen?
Unter den Kollegen waren früher die Bio Bauern die „Extragesottenen“, die Sonderlinge. Wir wurden belacht, gehänselt. Heute ist das anders – wir sind akzeptiert.
Ich bin mir auch sicher, dass meine Freunde und Schulkollegen meinen Weg respektieren, und ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein.
So, und jetzt gönne ich mir ein Gläschen feinen Likör, keinen Schnaps, auf die Entscheidung von damals. Die Idee war nämlich gut, keine Schnapsidee, genauso wie der selbstgemachte Likör von meinem Bio Kollegen.
Seid herzlich gegrüßt
Euer Bauer Franz.
Die Antwort auf die Recherche in die Zeit
Die Antwort auf die Recherche in die Zeit20. Dezember 2014 Weiterlesen
Fleisch - ein Stück Lebenskraft
Wer über die Weihnachtstage (oder auch schon jetzt) etwas Zeit hat, sollte sich dieses Werk zu Gemüte führen - absolut #lesenswert!!!
„Der #Anti-#Fleischatlas ist als Antwort auf die sehr erfolgreichen, fleischkritischen „Fleischatlanten“ gedacht. Aus dem Fleisch-Bashing soll hier kein engstirniges Fleischatlas-Bashing werden. Es geht um eine Kritik an den autistischen Sichtweisen vieler Fleischgegner auf den Themenbereich. Insbesondere wenn diese Werke in den Schulen besprochen werden, sollten die älteren Schüler auch mal eine andere Sicht lesen können. An der fehlt es! Ein Großteil der Lehrer-schaft folgt, wie so oft in der deutschen Geschichte, einer Modeideologie, verwechselt wieder eifrig Mission mit Bildung.“
Georg Keckl
http://www.keckl.de/texte/Anti%20Fleischatlas%20Georg%20Keckl.pdf
www.keckl.de
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Familie Windhorst aus Holte im Landkreis Nienburg
wir sind Familie Windhorst und kommen aus Holte im Landkreis Nienburg (Niedersachsen).
Wir bauen auf unseren landwirtschaftlichen Flächen Weihnachtsbäume und Kirschen an.
Unsere Weihnachtsbäume vermarkten wir zu 100% auf unserem Hof - entweder direkt an Familien oder an Wiederverkäufer wie z.B. Gärtnereien.
Auf unserem Hof können Sie neben unseren Weihnachtsbäumen auch noch kleine selbstgemachte Geschenke kaufen, eine Kleinigkeit Essen und/oder trinken. So wird der Weihnachtsbaumkauf zu einem kleinen Event.
Wir wünschen allen frohe Weihnachten und im Sommer berichten wir über unseren Kirschanbau!
Ein Huhn muss Eier legen
Ein Beitrag von Brigitta Blume Es wird kühler, die Tage werden kürzer, das Jahr auch … und das ist eine der meistgestellten Fragen bei den Hobby-Hühnerhaltern um diese Zeit. ( Zur Info für Nicht-Hühnerhalter: Ein Huhn muss Eier legen. Die … Weiterlesen
Wenn der Landwirt der Weihnachts(baum)mann ist
Hallo, mein Name ist Manfred Hurtz. Meinen Ackerbaubetrieb habe ich hier schon einmal vorgestellt. Im Moment hat der jedoch Winterpause. Dafür hält uns momentan noch der Verkauf von Weihnachtsbäumen in Atem. 15 Hektar Weihnachtsbäume haben sich über zwei Generationen zu einem wirtschaftlich interessanten Bestandteil des Betriebseinkommens entwickelt, in schlechten Getreidejahren mehr als das. Aus dem weihnachtlichen Kundenkontakt heraus hat sich auch die Idee der Direktvermarktung entwickelt.
Während des Jahres steht die Pflege der mehrjährigen Baumkulturen auf dem Programm. Im Frühjahr ist dies in erster Linie die Unkrautbekämpfung. Probleme in den Weihnachtsbaumkulturen bereiten Weidenröschen, Nachtschatten, Kamille, Klettenlabkraut, Wicken und Ampferarten, aber auch Ginster, Himbeere, Brombeere und Ilex. Die Herbizidanwendung sollte möglichst früh durchgeführt werden, möglichst noch vor der Triebphase der Tannen. Die Ausbringung erfolgt zumeist direkt auf den Boden mit spezieller Ausbringtechnik. Aufwand: Ein Mitarbeiter schafft pro Tag einen Hektar. Für die Produktwahl gibt es Empfehlungen der Landwirtschaftskammer. Es dürfen ausschließlich für Weihnachtsbaumkulturen zugelassene Produkte eingesetzt werden.
Je nach Witterung kann es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu einem massiven Unkrautdruck kommen, dann, wenn die Wirkung der Bodenherbizide nachlässt. Wir vermeiden es jedoch, in dieser späten Phase mit der Spritze in den Bestand zu gehen und mähen lieber die Kulturen.
Auch Schädlinge machen den Bäumen zu schaffen. Die Tannentrieblaus befällt überwiegend die Nordmann-Tannen, ab und zu sind Lachniden zu finden. Probleme bereitet auch der Rüsselkäfer. Ein sehr großes Problem ist die Milbe, allen voran die Gallmilbe. Schädlingsbefall kann die Qualität der Bäume sehr stark mindern bis hin zum Ertragsausfall. Insektizide werden nur selten und bei tatsächlichem Befall ausgebracht. Das ist sehr arbeitsintensiv, weil wöchentliche Kontrollgänge erforderlich sind. Das Schwefeln vor Austrieb Mitte bis Ende April ist eine weitere Alternative.
Schneeschimmel ist häufig eine Standortfrage. Wichtig ist es, dass die Bäume z.B. nicht in Senken oder auf anderen schlecht belüfteten Flächen wachsen. Auch die Vorwüchse müssen rechtzeitig entfernt werden. Das dient der besseren Belüftung jedes einzelnen Baumes. Außerdem können sich die Tannen so besser entwickeln.
Ich wünsche allen am Bauernwiki Interessierten ein schönes Weihnachtsfest!
Hühner die keine Eier legen
Frage an uns: Wir haben in unserer Hobbytierhaltung 22 Hühner (davon 3 Hähne) in Freilandhaltung. Seit 4 monaten legen die Hennen keine Eier mehr. Zuerst dachten wir, es liegt an der Mauser, auch Würmer und Milben sowie Eierpicker konnten wir … Weiterlesen
