Konfrontation hilft keiner Seite weiter

Danke, Hauke Bösch, für Deinen Einsatz und den tollen Beitrag!


Landvolk beschwert sich über Christian Meyers Agrar-Politik - SAT.1 REGIONAL
www.hannover.sat1regional.de
Der Landvolk-Verband wehrt sich gegen die Reformpläne von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Insbesondere Auflagen zu Umwelt- und Tierschutz wollen sie nicht einfach so hinnehmen. So sollen zum Beispiel strengere Regeln für den Bau von Ställen, das Düngen mit Gülle und vor allem… Weiterlesen

Informiert Euch vom Privathof Konzept von Wiesenhof in der Geflügelmast

Ihr wollte euch immer schon mal zum Privathof Konzept von #Wiesenhof in der #Geflügelmast informieren?
Dann wüssten wir eine Möglichkeit. Schaut euch doch das Video von Stallbesuch.de mal an.

Ganz ohne die Schlagworte #Massentierhaltung #Antibiotika und #Tierquälerei

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=715807731822308&id=656475194422229


Hähnchenmast nach dem Privathof-Konzept
www.stallbesuch.de
Das Wappentier der Massentierhaltung ist sicherlich das Huhn. Zigtausende von Tieren fristen ihr kurzes und langweiliges Leben in riesigen Ställen – so das ebenso gängige wie viel beklagte Bild in der Öffentlichkeit. Gleichzeitig ist Hühnerfleisch die billigste Proteinquelle für Deutschlands Verbrau… Weiterlesen

Hallo, mein Name ist Michael Haußer

Hallo,
mein Name ist Michael Haußer und ich bewirtschafte zusammen mit meinen Eltern und meiner Freundin einen Milchviehbetrieb im Nebenerwerb. Nebenerwerb bedeutet, dass ich den Betrieb neben meinem Hauptberuf führe.

Wir halten etwa 40 Milchkühe der Rasse Holstein Rotbunt, welche für das Allgäu eher ungewöhnlich ist. Alle weiblichen Kälber werden zur Zucht am Betrieb behalten. Die männlichen Kälber verlassen den Betrieb mit zwei bis drei Wochen in die Kälbermast. Seit knapp zwei Jahren setzen wir nur noch Bullen ein, die eine natürliche Hornlosigkeit vererben.

Das Futter unserer Rinder wächst auf 17 ha Grünland und auf 15 ha Ackerland. Darauf bauen wir zu jeweils etwa einem Drittel Mais, Weizen und Gerste an. Das Grünland wird 5 – 6 Mal im Jahr gemäht und wie der Mais hauptsächlich als Silage an unsere Kühe verfüttert, die Weizen- und die Gerstenkörner gemahlen im sogenannten Kraftfutter. Dieses wird mit Sojaschrot oder Rapsschrot, also Eiweißfuttermitteln, ergänzt. Auch das Gerstenstroh wird verfüttert. Das Weizenstroh dient unseren Tieren als Einstreu.

Seit einem knappen halben Jahr dürfen unsere Mädels (die Kühe) selbst entscheiden, wann sie zum Melken kommen bzw. wann sie sich ihr Kraftfutter am Melkroboter abholen und dabei gemolken werden. Die meisten wollen dabei eher öfter kommen als sie dürfen, die ein oder andere muss man aber auch mal ans Melken erinnern.

Die Rinder über einem Jahr und die „trocken stehenden“ Kühe sind im Sommer auf der Weide, 8 Stück sogar auf einer Alpe in Oberstdorf.

Wenn Ihr wissen wollt, warum ich Weidehaltung für kein geeignetes Verfahren für meine Kühe halte oder falls Ihr Fragen zum Robotermelken oder anderen Themen habt oder Euch alles mal live ansehen wollt, meldet Euch! Ich freu mich!


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Was ist Silage?

Ein „kleiner“ Nachtrag zum CCM-Beitrag:

1. Was ist Silage?
Silagen sind durch Ansäuern haltbar gemachte Futtermittel. Das Prinzip ist ähnlich wie beim Sauerkraut. Das „angewelkte“ Gras bzw. der reife Mais wird gehäckselt (wie der Kohl, der gerieben wird), dann in einen Haufen gefahren (wie Sauerkraut in einen Tontopf) und verdichtet (Sauerkrauttopf mit einem Stein beschwert).
Milchsäurebakterien „verbrauchen“ unter Luftabschluss den vorhandenen Zucker und machen daraus Milchsäure. Milchsäurebakterien haften natürlicherweise am Erntegut an und kommen so in den Silo. Sie können allerdings auch als sog. Siliermittel (s.u.) zugeführt werden. Die produzierte Säure führt zu einer schnellen Senkung des pH-Wertes. Die Senkung des pH-Wertes und der Luftabschluss lässt Verderbniserregern und Schimmelpilzen keine Chance. Damit hat man diese wasserreichen Futtermittel, die schnell verderben würden, haltbar gemacht. Wie beim Sauerkraut schaffen wir so ein schmackhaftes und bekömmliches Futtermittel, dass sehr gut aufgenommen wird. So können wir auch im Winter unseren Tieren immer die gleiche gute Futterqualität bieten.

2. Warum wird gehäckselt?
Häckseln bedeutet „klein schneiden“. Wir schaffen damit viele kleine Anschnitte, die besser verdichtet werden können. Außerdem haben die Milchsäurebakterien so mehr Angriffsfläche.

3. Warum wird mit dem Trecker über den Haufen gefahren?
Wir fahren mit dem Trecker über den Silo, um das Erntegut zu verdichten. Oben haben wir erklärt, dass Milchsäurebakterien sich unter Luftabschluss bilden. Böse Verderbniserreger (z.B. Schimmelpilze und Essigsäurebildner) wiederum benötigen Sauerstoff. Je besser wir das Erntegut verdichten, desto weniger Sauerstoff ist noch vorhanden, und desto besser können die Milchsäurebakterien sich vermehren und „arbeiten“. Damit von außen keine Luft mehr in den Silo kommt, wird dieser mit einer luftdichten Folie abgedichtet.
Alternativ können auch Siloballen gemacht werden. Hier passiert das Verdichten durch das Pressen in die Ballen und das Abdichten durch Einwickeln der Ballen in Folie.

4. Was sind Siliermittel?
Siliermittel sind z.B. Säuren oder Mikroorganismen, wie Milchsäurebakterien, die zum Erntegut gegeben werden, um die Voraussetzungen für einen schnellen Gärverlauf zu verbessern und die Silage insgesamt zu stabilisieren. Es gibt zwei besonders gefährdete Bereiche: die Randzonen und die spätere Anschnittsfläche. An diesen Bereichen ist der Silo Sauerstoff ausgesetzt, so dass es zu einer „Fehlgärung“ oder zum Verderb/Gammeln kommen kann.

5. Was ist eigentlich Rohfaser?
Es sind die Zellwandbestandteile (Zellulose, Holzstoffe) der Pflanzen. Wir fassen diese Bestandteile als „Faserstoffe“ zusammen. Stengel und andere „verholzte“ Pflanzenteile haben besonders hohe Anteile an diesen Gerüstsubstanzen. Wiederkäuer sind fähig diese Substanzen mit Hilfe der Mikroorganismen im Pansen (einer von vier Mägen) zu verdauen. Tiere (Menschen) mit „nur“ einem Magen können das nicht. Für uns stellen diese Substanzen einen gewissen „Ballast“ dar, weshalb man sie in der humanen Ernährung als „Ballaststoffe“ bezeichnet.


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Hornlosigkeit bei Rindern: Warum besser ohne und wie zu erreichen?

Hornlosigkeit bei Rindern: Warum besser ohne und wie zu erreichen?

Unsere Kühe werden heutzutage in schönen offenen Laufställen gehalten. In diesen Haltungssystemen ist jedoch die Haltung von horntragenden Rindern bzw. Kühen mit Verletzungsrisiken für Tiere und Menschen verbunden. Auch in Anbindehaltung kann es durch die Hörner beim ersten Weideaustrieb im Frühjahr zu bösen Verletzungen der Tiere untereinander kommen.

Das Veröden der Hornanlagen ist bei jungen Kälbern relativ einfach durchzuführen: in den ersten Lebenswochen wird mit einem Brennstab die Hornknospen verödet, sprich „still gelegt“. Den Tieren wird vorher „Xylazin“ verabreicht. Xylazin ist ein Beruhigungsmittel, Schmerzmittel und entspannt die Muskulatur. Auch die Haut um die Hornknospen bzw. die entstehende Wunde wird kauterisiert, d.h. es entstehen keine Blutungen.

Der Auerochse gilt als Urahn unserer Hausrinder. Er trug mächtige Hörner. Im Laufe der Evolution, sprich der allmählichen Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Generation zu Generation, sind Rinderrassen entstanden, die genetisch hornlos sind, also immer ohne Hörner geboren werden (z.B. Galloways oder Angus).

Daneben gibt es Rassen, die Hörner tragen. Auch bei diesen Rassen kann es aber vorkommen, dass ein Tier ohne Hörner bleibt. Man spricht hier von einer Mutation, d.h. einer dauerhaften Veränderung des Erbgutes. Die statischen Wahrscheinlichkeit liegt bei 1 : 25.000, d.h. bei 25.000 Tieren kommt mal eines ohne Hörner vor. Dieses Tier vererbt dann seine Hornlosigkeit an die Hälfte seiner Nachkommen.
Bei den aktuellen Milch- bzw. zwei Nutzungsrassen sind Hörner immer selbstverständlich vorhanden. Die modernen Haltungssysteme und deren weitere Entwicklung haben dazu geführt, dass sich die Menschen mit dem Entfernen der Hörner mehr und mehr beschäftigt haben. Durch den Einsatz von Bullen, die hornlose Nachkommen erzeugen, wird versucht das Veröden der Hornanlagen bei den Kälbern mittel- bis langfristig zu vermeiden.
Ihr seht, in der heutigen Rinderhaltung gewinnt diese genetische (besser: natürliche) Hornlosigkeit immer mehr an Bedeutung.

Eine Umzüchtung der verschiedenen Rassen ist möglich, aber nicht von heute auf morgen.
Mit geeigneten züchterischen Strategien ist anzustreben, das Hornlos-Gen stärker in der Population zu verbreiten. So können immer mehr Bullen auf den Besamungsstationen bereitgestellt werden, die dieses Gen an ihre Nachkommen weitergeben.

Im Rahmen der Zuchtarbeit geht es dabei zunächst um die Meldung hornloser Tiere durch die Züchter, die Möglichkeit, über einen Gentest eine Reinerbigkeit festzustellen und die Anpaarung der besten Kühe an natürlich hornlose Bullen.

Wer mehr wissen möchte, darf sich gerne dieses Video dazu anschauen:

http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Ftiergesundheit-aktuell.de%2Fvideos%2Frindervideo-391.php&h=-AQFOs-8H

Oder sich einmal eine Auswahl an genetisch hornlosen Deckbullen hier auf Facebook anschauen:

https://www.facebook.com/GenetischnaturlichHornloseDeckbullen

Habt Ihr noch Fragen zu diesem Thema? Wir beantworten sie gerne!!!


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Was Landwirte aus Mais alles machen können

Was Landwirte aus Mais alles machen können…

Viele kennen es, dass Mais gehäckselt wird und als Silomais auf einem Platz gefahren wird. Dieser ist dann häufig zur Fütterung von Kühen, Rindern, Bullen oder als Energiepflanze für Biogasanlagen vorgesehen.
Neben Zuckermais mit Butter auf jeder Kirmes, Popcorn oder Körnermais als Tierfutter, was ja eigentlich auch noch jeder kennt, gibt es dann noch Mais als Mais-Spindel-Gemisch, im Englischen Corn-Cob-Mix, kurz CCM, genannt.

CCM ist ein meist in der Schweinemast eingesetztes Futter, das aus der Spindel und den Körnern des Maiskolbens besteht. Es kann jedoch als vollwertiges Grundfutter mit hohem Energiegehalt in der Rindermast eingesetzt werden.
Zur Produktion von CCM wird der Mais nicht mit einem Häcksler sondern mit einem Mähdrescher mit Pflückvorsatz (Maisgebiss) geerntet. Zur Ernte von CCM ist es bei einigen Mähdreschern erforderlich, bestimmte Teile der Abscheideorgane zu verschließen. Da CCM zu Schrot- bzw. Strohsilage verarbeitet wird, kann auch weniger reifes Erntegut mit einem höheren Wassergehalt im Korn geerntet und weiterverarbeitet werden. Der Rohfasergehalt liegt aufgrund der enthaltenen Maisspindeln mit fünf bis acht Prozent höher als beim Körnermais (3 %).


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Ein Hühenerküken wächst 21 Tage lang

Ein Hühnerküken wächst in einem von einem Hahn befruchteten Ei 21 Tage lang, dann schlüpft es in einer Brüterei. Als Eintagsküken werden sie in unsere Naturställe eingestallt. Die Küken werden in Kisten auf einem vollklimatisierten LKW angeliefert. Wir stallen die Küken mit mindestens drei Leuten in unseren 31 Grad Celsius aufgewärmten Stall ein und verteilen sie dabei nah am Futter und an der Tränkelinie. Lang durch den Stall befinden sich jeweils drei Tränkelinien, zwei Futterlinien, drei Linien mit Sitzstangen und vier Warmluftgebläse. Unter der Decke befinden sich außerdem noch zehn Ventilatoren für die ganz warmen Tage.

Im Laufe der 42tägigen Mast wird die Temperatur dann auf 19 Grad Celsius runtergeregelt. Dies geschieht indem die seitlichen Tageslichtjalousien immer ein bisschen weiter aufgemacht werden. Damit die Tiere sich wohlfühlen stehen Ihnen wohltemperierte Ställe, Wasser, Futter, frische Luft, Tageslicht, ein Scharraum, Strohballen als Schutz, zum Nachstreuen und zur Beschäftigung, Heuballen zur Grünfutteraufnahme, Picksteine, Sitzstangen, acht Stunden Nachtruhe (Nachtlicht) und fachmännische Betreuung zur Verfügung. Antibiotika werden nur im Falle einer Krankheit eingesetzt, was Gott sei Dank, sehr selten vorkommt. Damit das so bleibt ist es sehr wichtig, aus einer gesunden Herde krank erscheinende Tiere sofort raus zu nehmen.

Morgens und gegen Abend gehen wir durch unsere Ställe und kontrollieren all die genannten Parameter. Picksteine, Stroh- und Heuballen werden nach Bedarf ausgewechselt. Kurz vor Mittag erfolgt eine Kurzkontrolle. Außerdem ruft uns die Alarmanlage an, wenn etwas nicht stimmt.
Nach zwei Wochen ist dann zu den Aktivitätszeiten richtig was los im Stall. Die Tiere rupfen die Stroh- und Heuballen auseinander oder nutzen sie als eine Form des Hindernislaufs. Die Sitzstangen sind voll belegt und werden zum Teil auch als Gruppenschaukel genutzt. Da das Huhn das Bedürfnis hat nachts aufzubäumen, sind die Sitzstangen in der achtstündigen Dunkel- und Ruhephase voll belegt.
Im Alter von 21 Tagen befinden die Tiere sich im Federkleidwechsel (halb Daunen, halb Federn), was häufig fälschlich als Symbol der Massentierhaltung dargestellt wird. Tatsächlich jedoch haben die Tiere dann im Alter von fünf Wochen ein schneeweißes und teilweise braunes Federkleid.
Nach 42 Tagen haben unsere Tiere ein Schlachtgewicht von knapp 2 kg erreicht. Die Tiere werden grundsätzlich nachts im Dunkeln (vier Nächte hintereinander) ausgestallt, da sie im Dunkeln nicht gut sehen können und ruhig am Boden sitzen bleiben. Eine Fangkolonne packt die Tiere schonend in Kisten. Tiere mit Blutergüssen könnten auch gar nicht in den Handel gelangen, da sie schon von der Optik keiner kaufen würde. Die Kisten werden dann auf einen Lkw geladen, der die Tiere zur Schlachterei fährt.


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Warum sind Ferkelschnuten dreckig?

Milchversorgung von Ferkeln - hier einmal ein paar interessante Informationen dazu:

Ferkel kommen im Gegensatz zu Babys ohne jeglichen Schutz gegen Krankheiten zur Welt. Deswegen ist die Aufnahme der ersten Milch (Biestmilch oder Kolostrum) sehr wichtig. Diese Milch enthält die lebenswichtigen Antikörper und ganz viel Energie.

Ferkel haben immer eine Zitze.
Ferkel bilden eine sogenannte „Zitzenordnung“, d.h. sie saugen immer an der gleichen Zitze. Deswegen muss ein Umsetzen bzw. Wurfausgleich innerhalb der ersten 48 Stunden erfolgen.

Warum sind Ferkelschnuten dreckig?
Das ist ein sehr gutes Zeichen. Die Ferkel sind nicht krank. Beim Saugen, wenn die Sau sehr viel Milch hat, spritzt den Ferkeln die Milch ins Gesicht. Da im Stall immer etwas Staub zu finden ist, klebt der an den „Milchnasen“ fest. Deshalb sind die Nasen so dreckig.

Ihr habt noch weitere Fragen zur Milchversorgung von Ferkeln? Immer gerne - wir beantworten sie gerne!


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