7 Kommentare

  1. Kleiner Vorschlag für nächstes Jahr:
    Am ersten Samstag der Grünen Woche gibt es seit Jahren die großen Demos der GUTEN.
    Dagegen anzustinken wird immer schwierig sein.
    Wie wäre es denn, wenn die nächste Demo „Wir machen euch satt“ am letzten Samsteg der Grünen woche stattfindet??? Da hättet ihr auch mehr Aufmerksamkeit der Medien. Oder?

    • Hallo Kolleginnen und Kollegen,

      ich bin einer von den Demo-Bauern, die schon seit Jahren versuchen, auf die Missstände in der Landwirtschaft aufmerksam zu machen. Diese Demo „Wir haben es Satt“ ist keine Veranstaltung gegen unsere Bäuerinnen und Bauern. Sie legt lediglich den Finger in die offene Wunde, von denen wir mittlerweile recht viele haben und das tut uns wie auch euch sehr weh! Schuldige zu finden ist keine Lösung, denn davon sind die Probleme auch nicht gelöst. „Wir“ machen nicht nur Vorschläge, sondern versuchen, diese auch auf unseren Höfen umzusetzen. Das ist nicht immer so einfach wie es sich sagt. Wenn es nicht versucht wird, dann weiß man aber auch nicht ob es geht!
      Die Schlagworte wie: Wachsen oder Weichen / Wir müssen die Welt ernähren…. kommen nicht von ungefähr. Es verbergen sich Interessen dahinter, die für uns und die Gesellschaft nicht gut sind. Schattenseiten sind gut zu erkennen: Preisverfall Schwein, Milch, Getreide usw. Die Auswege werden immer wie folgt beschrieben: Wachsen!…aber wohin? Dann die Folgen: Anhebung der Grenzwerte in den Nahrungsmittel, Nitrate im Trinkwasser usw….Da ist sofort ein Schuldiger gefunden, wie gesagt das Problem ist damit nicht beseitigt! Oder?
      Noch andere Folgen kommen hinzu:Turbo im Betrieb-Kolbenfresser in der Familie/Landwirte und psychische Krankheiten (Maschinenring-Magazin, 05.2015) uvm.Wenn es so weiter geht, dann fahren wir ungebremst vor die Wand!
      Reinhard Nagel, Biobauer aus Nieder-Waroldern

  2. Ja, ich finde es gut, dass sich überhaupt mal jemand rührt, um gegen die großen seit Jahren eingeübten Demos gegen Landwirtschaft ein Zeichen zu setzen. Nur kommt das reichlich spät – auf der anderen Seite beteiligen sich über 30 große und kleine, bekannte und unbekannte NGOs und Interessenverbände, die sich große Mühe geben als Repräsentanten der GUTEN aufzutreten. Da kommen Busladungen von Teilnehmern aus der ganzen Republik.
    Auch wenn das morgen nur wenige sein werden: Mit besserer Vorbereitung und vor allem mit Unterstützung betroffener Verbände müssten da auch einige Tausend Teilnehmer zusammen kommen.

  3. Ihre Aktion ist enorm wichtig.Sie ist so wichtig,dass die Organisation zur Einladung viel weitreichender aufgemacht werden müßte.(z.B.auch über unsere landw. Verbände.)
    Außerdem muß für eine solche Aktion früher eingeladen werden.
    Wenn man Busse organisieren soll,um auch mit Masse zu demonstrieren muß man früher wissen was geplant ist.
    Der Weg diesen ehrlichen Weg zu gehen ist richtig.Weiter so.
    Gerhard Teichmann Landwirt Ballenhausen GÖ

    • Hallo Gerhard,
      die Idee ist spontan in unserer Community entstanden.
      Wir sind kein Verband, sondern Landwirte, die sich einfach dagegen wehren wollen, immer als Bösewichte medial verwurstet zu werden.
      Verbände springen erst jetzt teilweise auf.
      Es ist jetzt spontan und es ist gut so.
      Es ist auch ein Anfang. Wir werden den Weg weiter gehen.
      Ich hoffe Du kommst auch nach Berlin?

      Alois

  4. Das Konzept „wir machen euch Satt“ finde ich ausgesprochen gut.
    Viel zu lange wurde nur über- und gegen uns Landwirte geredet und gehandelt.
    Es wird wirklich Zeit, dass sich hier etwas ändert.

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